Tag X Teil 1

176 Themes und keines gefällt mir und ich habe auch absolut keine Ahnung wie ich mir ein eigenes erstellen kann. Mein Mobile Stick pfeift schon aus dem letzten Loch und es ist mittlerweile gleich 2 Uhr MORGENS. 

Also habe ich mich jetzt einfach für irgendeins entschieden, wahrscheinlich liest das hier sowieso noch niemand und keinem wird auffallen, dass dieses Theme absolut nicht zu mir oder diesem, meinem Blog passt. Aber hey, warum sollten Ninjas nicht auch weiss und grün mögen? 

Ich lasse die Suche nach dem perfekten Design also erstmal und konzentriere mich darauf etwas zu schreiben, bevor es zu spät ist. Das klingt theatralisch, so als wenn ich das nicht auch morgen oder an einem anderen Tag beginnen könnte, aber angesichts meiner Neigung dazu schnell an etwas das Interesse zu verlieren, was ich nicht wirklich begonnen habe, ist es vielleicht verständlich. 

Heute ist nicht nur der Tag X weil ich damit beginne diesen Blog zu schreiben, sondern auch zwei anderen spektakulären Gründen! Spektakulär für mich jedenfalls. Und darum gehts ja hier: um mich. 

Die letzte Nacht habe ich damit zugebracht einen wundervollen Blog zu lesen, das hat mich so beflügelt und inspiriert, dass ich, fast vor Kreativität platzend, schon vor etwa 24 Std. damit hätte beginnen können zu Schreiben. Aber ich konnte mich 1. nicht losreißen und 2. hätte ich eigentlich bald ins Bett gehen müssen um gewappnet und ausgeschlafen auf der Arbeit zu sein. Beides ist mir nicht gelungen! Warum das spektakulär ist? Nun ja, das Erstere ist es eher nicht, aber Letzteres, Ms. “ Workaholic“, Ms „ich gehe auch noch mit 39°C Fieber zur Arbeit“ Ms. „Arbeit tut mir gut“ ist am letzten morgen aufgestanden, hat sich geduscht, Kaffee getrunken und während der Morgentoilette den spontanen Entschluss gefasst: Heute gehe ich mal nicht arbeiten! Heute bleibe ich zuhause! Den Gedanken zwar schon 100mal gefasst, aber eigentlich nie in die Tat umgesetzt, war es diesmal anders! Es lebe die Chefposition! (Dachte ich zumindest noch während ich die Emails an meine Kollegen schrieb…) Ich bleibe also zuhause und tue heute, na was wohl – einfach mal nichts! Ich trinke nur Kaffee, lese den Blog und …ja und, bereitete mich seelisch auf die 2. große spektakuläre Tat des Tages vor (welche ich allerdings schon seit Tagen oder Wochen plane!) aber heute (also gestern) ist (war) eben ein besonderer Tag, das muss man ausnutzen!

Bis nachmittags tat ich tatsächlich nichts anderes als lesen, Kaffee trinken (himmlisch!) und mich bei meiner liebsten Freundin Plitschi (ich änder deinen Kosenamen hier mal leicht um, falls du es eines Tages lesen solltest!) rückzuversichern, dass meine geplante, 2. spektakuläre, Tat heute wirklich umgesetzt werden musste…sollte!

Alles gut, alles toll. Ein schiefer Blick meiner Familie, als ich mich aus meiner Höhle (Wohnung) quäle, um kurz zu sagen, dass mein Auto nur deshalb noch an der Straße steht, weil ich mir überraschend vorgenommen habe heute mal nicht zu arbeiten und nicht, wie sie vielleicht befürchtet hätten, ich schwer krank oder halbtot in meinem Bett liege. (Was sie natürlich nicht gedacht haben, sonst hätten sie ja nach mir geschaut!) Aber ich bin zu gut gelaunt, um ihnen das vorzuhalten, ich werte es einfach mal als Einsicht, dass ich mit 25+ tun und lassen kann was ich will. (Was sie als Eltern natürlich nicht so sehen, jedenfalls nicht immer)

Bevor ich aber nun zu der eigentlichen, noch viiiiel spektakulären Tat komme, muss ich meinem Ärger vom Nachmittag noch Luft machen. Wie schön alles war habe ich ja bereits erwähnt, wie ruhig und wie herrlich es war nicht ständig an die Arbeit zu denken, an das mehr als knappe Etat (wenn man das überhaupt noch Etat nennen kann), die ganzen un-angefertigten Quittungen, die Monatsabrechnung, das riesen GIGA Projekt für das Oberhaupt meiner kleinen beschaulichen Stadt (dessen Antrag immer noch zur Hälfte, unbearbeitet bei mir im Auto liegt) und und und…Bis das alles ein jähes Ende fand mit der ersten, verzweifelten Nachricht meines Kollegen, hier mal ein Auszug unserer SMS Konversation:

D.: Moin. (Als wäre das unser erster Kontakt heute!) O. fragt nach seinem Geld. 24 Std.

Ich: (schon genervt!) Was heißt 24 Std? (Soll das ne Frist sein? Ich glaub ich muss mal wieder die Hierarchie etwas abklären!)

D.: 24. Std gearbeitet. Soll ich ihm was geben? Hätte die Kohle vom Bday  und in der Kasse is auch noch was. (Klar, weil außer mir hier ja niemand mal auf die Idee kommt die Abrechnung zumachen…)

Ich: Ja, nimm den Rest sonst aus der anderen Kasse. 

Hiermit war das Gespräch für mich eigentlich beendet. Aber anscheinend nur für mich…

D.: Wieviel kriegen die denn die Stunde? 5€?

(WTF? Hört mir hier eigentlich niemand zu und warum fragst du das mich, die sich frei genommen hat – ich habe übrigens keine Krankheit vorgeschwindelt – und nicht O. der ja schließlich weiß, was er die Stunde bekommt und sicherlich  gerade neben dir steht!?) 

Ich: Er kriegt diesen Monat nur 4,50, weil er Freitag nicht, wie abgesprochen, vorbei gekommen ist, um sich auszahlen zu lassen! (Ich glaube deutlicher geht es nicht, dass ich genervt bin, oder?)

D.: Kann per SMS Ironie nicht identifizieren. Jetzt im Ernst? Wieviel insgesamt? 

WIEVIEL INSGESAMT??? HABT IHR KEINEN TASCHENRECHNER???

Ich: O. hat das doch wohl ausgerechnet vorher oder etwa nicht? 8;50!

(Man beachte das Semikolon, genau so habe ich es geschrieben. Was dazu führte das ich angerufen wurde und gefragt wurde, was das SEMIKOLON zu bedeuten hätte! Sichtlich gereizt wiederholte ich es: 8 EURO und 50 CENT die Stunde! Als ich wieder gefragt wurde, ob ich das ausrechnen könnte verabschiede ich mich energisch und lege auf!)

Als wenn das nicht genug wäre, eine Stunde später:

D.: So alles ausgezahlt. (Fein gemacht…) XXX Euro. Quittung musste noch fertig machen (Ja, war mir schon klar…) Kannste mal die Nr. von S. schicken, die is immer noch  nicht hier aufgetaucht? (Nö, kann ich nicht. Müsst ihr selber regeln)

20 Minuten später:

D.: Sag mal, was soll W. noch mal für wichtige Sachen unterschreiben und wo liegen die? 

Während ich noch wütend die SMS lese, weil ich nämlich W. schon am Vormittag darüber informiert habe, er solle bitte erst am Mittwoch für die Unterschriften kommen, da ich Montag nicht da bin, klingelt auch schon mein Handy. Na? Wer ist es wohl? D!

Ich musste mich am Telefon wirklich zusammenreißen nicht völlig auszurasten. Habe ich aber dennoch gut hinbekommen, ich war nur etwas patzig und kurz angebunden. Guter Ninja! 

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Ein Kommentar

  1. amitaf86 · September 15, 2013

    😀

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