Tag X Teil 2

Die Laune war leicht im Eimer. Aber als dann später ER auf der Bildfläche erschien (das ist übertrieben, er schrieb mich nur bei skype an), gerade nachdem ich den letzten Blogeintrag gelesen hatte, war alles wieder gut. Ich war bereit. Jetzt bloß keine schlechte Laune verbreiten und noch viel gefährlicher: auf seine schlechte Laune anspringen, die er mir gütiger weise, gleich in der ersten Nachricht beschrieben hat. Kein Problem YaYa, ich bin total entspannt heute! Heute ist der große Tag! Heute sage ich es dir! Naja, nicht sagen, schreiben, wenn du später schläfst, damit du nichts dazu sagen musst, oder vielleicht eher, weil ich die Reaktion nicht unbedingt gleich haben will!

Und was soll ich sagen? Ich habs getan! Ich habe alle meine Gedanken genommen und daraus Sätze gebildet, sie im schönsten Schulenglisch formuliert, gewartet bis er definitiv schlafen muss (!), es von Plitschi und Kat gegenlesen lassen (So bin ich nun mal, immer mit Netz und doppeltem Boden…) und auf „senden“ gedrückt. Ganz schnell offline gegangen und mich vor Freude selbst in den Arm gezwickt!

Ich habs getan! Ich habe meine Gefühle offenbart! Heute war ich kein runaway (nur ein kleines bisschen Yaya, das musst du zugeben!) heute habe ich nicht „tried to hide my feelings“! Heute habe ich sie raus gelassen. Nicht so offen vor den Latz geknallt, ich habe mich dir nicht vor die Füße geworfen und geschluchzt dabei, wie es in meiner Fantasie deine anderen Verehrerinnen tun. Ich war leise dabei, fast beiläufig lasse ich es einfließen, ohne Erwartungen, nur damit du es weißt… Nicht mehr! Nur damit du es weißt, damit du weißt, dass die, die du vor über einem Jahr kennengelernt hast, die, die dir immer versichert hat, dass sie kalt ist, dass sie keine Gefühle hat, sich getäuscht hat. Dass sie heute nicht mehr dumm lachen würde, wenn du glauben würdest, sie könnte eine Beziehung mit dir haben wollen. Dass sie heute nicht mehr den Kontakt abbrechen würde aus irgendwelchen Fadenscheinigen Gründen. Das alles und viel mehr wollte ich damit sagen…

Mir, und hier wirklich nur mir, ist bewusst, dass dies keine bahnbrechende Geschichte sein wird. Er wird mich nicht morgen vor Glückseligkeit sagen, dass er genauso schon immer für mich empfunden hat. Er wird nicht aufhören er zu sein und ich höre nur aufgrund dieser Mail nicht auf ich zu sein. Was eigentlich bedeutet, dass sich nichts ändern wird. (Vorausgesetzt er bricht jetzt nicht vor Schreck den Kontakt ab!) Weil weder er noch ich, eigentlich wirklich beziehungsfähig sind. Ja ich weiss, viele glauben, es müsste nur der Richtige kommen. Yaya und ich glauben nicht daran, darin sind wir uns einige. Wir glauben, nur wir können uns ändern und auch das nur, wenn wir es wirklich wollen. Aber eigentlich wollen wir es nicht, er weil er alles so gut findet und ich, weil ich nicht weiß was ich will. Nicht mal, ob ich ihn wirklich will, nur eins weiß ich: Verlieren will ich ihn nicht und seine Lücke, die er vor 3 Monaten hinterlassen hat, als er ans andere Ende von DE gezogen ist, die mag ich auch nicht mit jemand anderen füllen. Ist das Liebe? Reicht das aus um sich zu ändern oder um herauszufinden was man will?

Ich finde zu wissen was man nicht will ist schon mal ein guter, um nicht zu sagen ein spektakulärer Anfang! Willkommen TAG X!

Es ist nun wieder mal mitten in der Nacht und morgen muss ich DEFINITIV zur Arbeit!

Oyasuminasai

Ninjaan

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