Drei Geschichten

Ich mache heute etwas Überstunden frei, nach dem (kleinen) Eklat auf der Arbeit tut mir das ganz gut.

Drei Geschichten hätte ich dann heute noch zu erzählen:

1. Geschichte der Kazoospieler

Unfassbar für mich, was sich da heute zugetragen hat, unbegreiflich, ich frage mich ernsthaft, was bei ihm schief läuft mir so einen Unsinn an den Kopf zu werfen? Aber fangen wir mal von vorne an. Nach der Schlüsselgeschichte vom Wochenende war ich schon nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen, dann kam ich heute ins Studio (mein Ausweich Büro, da mein Büro PC vor 3 Wochen den Geist aufgegeben hat und ich darauf warte, dass er repariert wird) und wollte den Pc hochfahren, an dem ich nun immer alles schreibe, speichere und Emails checke. Aber, oh Wunder, er liess sich nicht hochfahren, genau wie mein Pc im Büro, ist die Festplatte plötzlich gecrasht, oder besser gesagt, irgendein Virus (oder was sonst) verhindert, dass es hochgefahren werden kann, es erscheint nur irgendeine Meldung auf dem Bildschirm, das wars. Das hat meine Laune natürlich nicht sonderlich gehoben, denn auch mein Büro PC ging kaputt, nachdem irgendwer aus dem Studio dran war und irgendwas runtergeladen hat! Es ist einfach unverschämt und gedankenlos mit den Materialien bei uns auf der Arbeit so umzugehen! Und am Ende will es immer niemand gewesen sein! Diesmal ist die Tatsache aber, dass Mr Kazoospieler zuletzt im Studio und an diesem Pc war. Das er davor funktioniert hat und nun nicht mehr. Ich bin ÄRGERLICH!

Als er kommt falle ich ihm also nicht glücklich um den Hals, sondern deute an, dass wir reden müssen. Ich folge ihm ins Studio und spreche ihn zuerst auf den kaputten PC an. Seine Reaktion? Entsetzen! Huch, wie kann denn sowas passieren?? Sorry, aber da platzt mir auch mal die Kragen, ich hasse diese „ich wars NIE“ Mentalität, jeder macht mal Mist, aber man kann auch einfach mal darüber nachdenken, dass man was verbockt hat! Ich frage ihn etwas ironisch, wer denn so die letzten Tage an diesem Pc war? Da platzt er, wirft mir Mobbing vor, will kündigen!Ich bin böse, gemein, nur zu ihm, er macht nie was! Ich stehe überrascht da, was für ein Gefühlsausbruch, die Situation kommt mir albern vor, ich muss lächeln, aber es ist eher ein verzweifeltes Lächeln. Da fühlt er sich noch mehr angegriffen, sagt er halte es nicht aus, das geht so nicht, er würde immer gehen, weil die Harmonie nicht stimmt, er wolle Anerkennung und und und … Ich komme mir vor wie bei Verstehen sie Spass! Sein Ton und seine Worte sind unangemessen, seine Selbstreflektion gleich null, er ist das Opfer ich die böse Chefin die ihn fertig machen will…er tue ja soooooooo viel (jo, für 8,50 die Stunde (ungelernt) und dem Plus das Studio jederzeit privat nutzen zu können!) und ich wisse das nicht zu schätzen, was er und alle tun! – Wenn alle soviel tun und ich nix, warum habe ich dann über 20 Überstunden und alle Minusstunden? Warum muss ich dann immer in letzter Sekunde alles retten? – Unfassbar, ich gehe irgendwann, das ist mir zu blöd, er sagt er kann damit nicht umgehen, wie ich ihn fertig mache  – lächerlich. Aber ich muss drüber schlafen, kündigen wäre schwer, die Kids mögen ihn, er ist gut mit ihnen, aber seine Zuverlässigkeit ist mies geworden, ebenso seine Organisation und schlimmer noch, die Unfähigkeit einfach mal etwas zu zugeben, etwas einzusehen. Andererseits hätte ihn wohl jeder andere Chef für seinen Ausbruch heute gefeuert – 8 Std. die Woche, und er hat Stress…ich sag ja, unfassbar!

2. Geschichte: Wie gehts weiter mit  B. ?

Wie es mit ihm weiterging? Nun ja, wir hatten uns noch einmal getroffen, geredet und geredet. Er ruft mich an, sagt all die Dinge, die ich so sehr jetzt brauche, das genaue Gegenteil von Yaya für den ich zur Zeit das personifizierte Böse bin, er (B.) war immer so…liebevoll, zuvorkommend… Ich muss mich losreissen..ich weiss. Es fällt mir schwer, da er hartnäckig ist, aber ich versuche ihn eher etwas von mir zustossen, erzähle ihm wie verliebt ich in Yaya bin (was ich auch bin – fragt sich allerdings wie lange noch…) und andere Dinge – bis jetzt ist er noch da, ruft an, erkundigt sich nach mir, meinem Wohlbefinden…vielleicht hört es auf. Ich hoffe es, denn ich kann mich kaum losreissen…er tut mir so gut…

Heute haben wir uns nur kurz gesehen, auf der Arbeit war er, da gab es keinen Moment zum sprechen, nur eine kurze Berührung in einem unbeobachtetem Moment – was jetzt kommt, weiss ich nicht… Ich bin schwach…ich weiss! Vor allem aber bin ich offen für Moralpredigten, da meine Freundinnen ihn alle so sehr lieben, dass sie all ihre Moral über Bord werfen und sagen: Erober ihn zurück!

3. Geschichte: Yaya

Heute pfefferte mir mein Vater meine Kontoauszüge (die ich zugegebenermaßen des längeren nicht abgeholt hatte) auf den Frühstückstisch, mit der Anmerkung: Herr Y. R. hat Ninja 50 Euro überwiesen… 

Verdutzt sah ich auf die Kontoauszüge und tatsächlich Yaya hatte mir schon am letzten Montag 50 Euro überwiesen, ich erinnerte mich daran ihm diese vor einiger Zeit geliehen zu haben ( er verdient noch nicht wirklich in seinem Praktikum und musste sein Studentenvisum erneuern). Er ist da zuverlässig, aber da es der Montag nach unserem großen Streit war, fragte ich mich, ob er das nun nur getan hatte, weil er sauer war und nicht weil er es nicht mehr brauchte? Also schrieb ich ihm eine offline Nachricht bei skype, dass ich das Geld erhalten habe und hoffe er würde es nicht benötigen und hätte es deshalb geschickt und nicht aus falschem Stolz.

Die Antwort kam nun während ich diesen Post schreibe, dass er es genau am Tag unseres Streits überwiesen hatte, weil da sein Gehalt kam. Mehr als ein aha ok brachte ich nicht raus. Nun schickt er mir ein Album über dropbox, ich würde es mögen und wir haben kurz über den Film gesprochen – er mag ihn aha aha…. Ich weiss nicht warum wir jetzt reden! Ich hätte lieber eine Entschuldigung, ich bin kurz angebunden…ich sollte gar nicht antworten…ich bin schwach…oh man bin ich schwach zur Zeit…

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6 Kommentare

  1. Träumerin · Juni 12, 2012

    Man könnte meinen, B. hätte genau gewusst, wann die beste Zeit ist, wieder in Dein Leben zu treten…..

    Ich kann mich Deinen Freundinnen aber nicht anschließen, denn ich sehe es wie Ich♥Dich: Wenn dann liegt es an ihm, Dich zurückzuerobern und dazu gehören vor allem klare Verhältnisse, die er vorher schaffen muss. Ansonsten kommst Du doch nur vom Regen in die Traufe.

    • ninjaan · Juni 12, 2012

      Ha! Genau das habe ich ihm auch gesagt, dass er anscheinend „gerochen“ hat, wann der beste Moment für die Rückkehr ist…
      Das befürchte ich auch, ich will ihm nur so ungern sagen, dass er das „für mich“ klären soll. Ich kann ihm nämlich, genau wie damals, nichts versprechen, wahrscheinlich aber erhofft er sich genau das (ziemlich schwach, ich denke das ist ihm selbst klar).

      • Träumerin · Juni 12, 2012

        Ich finde, er hat nach der Aktion damals gar nichts zu erhoffen…. und das würde ich ihm auch sagen. Da muss doch erst mal von Deiner Seite wieder ganz viel Vertrauen aufgebaut werden (wenn Du das überhaupt kannst und willst).

      • ninjaan · Juni 14, 2012

        Vertrauen aufbauen – das ist schwer solange er verheiratet ist und die Frage die tatsächlich bleibt ist „Will ich das überhaupt?“ Will ich ihn? Will ich das aufrollen, die Zeit zurückdrehen? 5 Jahre sind eine lange Zeit, eine Zeit in der ich mich sehr verändert habe – er auch. Er scheint/ist immer noch so wundervoll, liebevoll und fürsorglich wie damals. Er gibt einem das Gefühl besonders, einzigartig, fast anbetungswürdig zu sein, er ist ein toller Freund, ein guter Zuhörer, jemand der schon seine Hand reicht, wenn du noch nicht einmal danach Ausschau gehalten hast. Das tut gut, streichelt gerade sehr meine Seele und erweckt Erinnerungen. Aber was will ich?
        Eins weiss ich jedoch, ich wollte niemals die Geliebte eines verheirateten Mannes sein, aber mit den Verletzungen, Enttäuschungen der letzten Wochen schwindet gerade meine Moral…das ist erschreckend…

  2. Ich♥Dich · Juni 11, 2012

    Oh Mann, das sind schon wieder drei spannende Sachen.

    1.) BITTE? Gehts noch? Der spinnt ja wohl! (Aber das weißt du wohl selber.) Ich kann auch verstehen, dass du ihn nicht so einfach kündigen willst, wenn er sich so gut mit den Jungs versteht. Lange angucken würde ich mir das aber auch nicht. Noch so ein Ding und der müsste bei mir wohl gehen. Es findet sich doch sicher jemand anderes Kompetentes.

    2.) Das klingt so romantisch und liebevoll. Du hast es aber nicht verdient, seine „Zweitfrau“ zu werden, weil er Angst hat sich von seiner Frau zu trennen. Bei ihm scheint es ja kulturelle oder religiöse Gründe zu geben, aber wenn er weiß, dass er dich SO SEHR liebt?! Manchmal muss man was wagen, hm? Und klar wagt man nicht so schnell von seiner Familie ausgeschlossen zu werden… Trotzdem sollten da mal Klarheiten geschaffen werden (oh.. wie gut ich sowas sagen kann, aber selber auch nie befolge 😦 ).

    3.) Oh Mann, der spürt das echt, wenn du dich von ihm emotional entfernst. Vielleicht werden aus den kleinen Gesprächen ja irgendwann wieder intensivere. Ich würde dir so wünschen, dass auch hier Vieles klarer und eindeutiger wird. Dass er auch mal sagt, was Phase ist, was ER will. Aber das kriegst du schon hin!

    • ninjaan · Juni 12, 2012

      Es ist wirklich ätzend! Ich habe gestern mit einer Kollegin gesprochen, die nur zweimal die Woche da ist, aber mit irgendwem von der Arbeit musste ich reden, einfach auch, um mich selbst zu reflektieren. Sie gab mir Recht, sagte, dass sein Benehmen schon seit Wochen anders ist und ich das zu Recht angemahnt habe – was er nun mache hält sie für genauso inakzeptabel. Nur ist das mit der Kündigung eben schwer… mal abwarten, ich muss mich auch erstmal etwas beruhigen, innerlich brodel ich noch.

      Ja, B. muss Klarheit schaffen, so geht das alles nicht. Es fällt mir schwer, aber ich muss mich aufraffen und ihm das irgendwie verklickern – wenn ich nur nicht so angeschlagen gerade wäre…

      Ich weiss nicht, wie´s mit Yaya weiter geht, das Album, dass er mir geschickt hat war toll, ich habe mich darüber gefreut. Aber an unserem Gespräch merkt man, das eigentlich nix in Ordnung ist, warum er überhaupt damit begonnen hat? Was er will? Das ist eine gute Frage, vor allem, was bin ich nun, angesichts seiner harten Worte gegen mich, eigentlich für ihn?

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