„Was du nicht willst,das man dir tu…

…das füg auch keinem andern zu.“

Mit dieser goldenen Regel bin ich groß geworden. Seit ich denken kann haben meine Eltern, Großeltern und alle anderen Menschen um mich herum, mir diesen Satz gepredigt. Ich halte ihn für gut, für richtig, was gibt es bei dieser einfachen Regel auch zu hinterfragen? Immer habe ich versucht danach zu leben. Ich bin sicherlich keine Heilige, dass bin ich nie gewesen, aber ein Mindestmaß an Empathie, Rücksicht und Taktgefühl erwarte ich von mir selbst und von Menschen mit denen ich mich umgebe.

Ich möchte, und wollte niemals, jemanden absichtlich verletzen, wenn ich etwas hartes sage, dann weil ich es empfinde und nicht um jemanden damit zu treffen. Wenn ich etwas tue, denke ich darüber nach, ob meine Tat jemand anderem Schaden könnte, sollte dies so sein, halte ich mich in 90% der Fälle wirklich zurück. Dann beisse ich mir schon mal auf die Zunge oder stecke zurück. Ich bin temperamentvoll, aber nicht bösartig, launisch aber nicht zickig, ich schlage zurück (metaphorisch natürlich), aber niemals unter die Gürtellinie.

Genug des Selbstlobes, auf das ich eigentlich gar nicht hinaus wollte.

Ich bin nicht das erste Mal in einer Situation in der ich meine eigene Moral infrage Stelle, aber das erste Mal, dass ich sie bewusst (!) gebrochen habe. Ich habe einen verheirateten Mann geküsst, nicht nur einmal. Ich telefoniere mit ihm, ich sehe ihn, ich will ihn umarmen, ihn riechen, in seiner Nähe sein. Zu meiner Verteidigung kann ich nicht sagen, dass ich nicht gewusst habe, dass er verheiratet ist. Ich wusste/weiß es, seit dem Tag als er vor 4,5 Jahren geheiratet hat. Damals war ich stark genug, den Kontakt gänzlich abzubrechen. Heute, nachdem wir uns vor knapp einer Woche das erste Mal seit Ewigkeiten wiedergesehen haben, bin ich es nicht. Im Gegenteil, ich bin schwach – wobei vielleicht diese Schwäche auch eine eingebildete ist, eine Ausrede?

Wie ein kleines Kind habe ich mir die ersten Tage eingeredet, dass es etwas anderes ist, anders als bei anderen, er ist mein Exfreund, ich war mit ihm zusammen, bis er von seiner Familie vor die Wahl gestellt wurde und zur Heirat „gedrängt“ wurde, ich war vorher da. In besonders trotzigen Momenten schreit das Kleinkind in mir, wie nach einem längst verschenktem Spielzeug: „DAS IST MEINS!“. Ich erschrecke mich vor mir selbst.

Solidarität! Wie hoch halte ich sie immer, Solidarität, anderen Frauen gegenüber, allgemein Menschen gegenüber. Ich höre mich noch selbstgefällig über die Solidarität schwadronieren:“ Wenn alle Rücksicht aufeinander nehmen würden, wenn alle solidarisch wären und die Finger von „Vergebenen“ lassen würden – dann hätten Fremdgeher keine Chance!“

Ha! Gut gebrüllt Löwe! Es ist ja so einfach über andere zu urteilen, solange man nicht selbst in der Situation ist!  – Nein, nein, ich war schon mal in der Situation! Ich bin stark geblieben – oh wie anständig, prinzipientreu und „gut“ ich doch war! Ich bin, jedenfalls soweit es mir bekannt ist, nie betrogen worden. Aus mir spricht/sprach also kein gekränktes Ego sondern die bloße Selbstgerechtigkeit!

WAR! Vergangenheit. Ich habe meine eigenen Grundregeln über Bord geworfen, meiner Moral den Rücken gekehrt. Noch nicht ganz, noch drehe ich mich bei jedem Schritt nach ihr um, sehe sie an und spüre ihren vorwurfsvollen Blick, der mich, selbst wenn ich ihr den Rücken zukehre, zu durchbohren scheint.

Erwachsen sein. Das sollte ich, verantwortungsvoll handeln. Was ich nicht will, dass man mir tu… Warum tue ich es dann ihr an? Was kann sie dafür? Sie hat ihn sicher genauso ungerne geheiratet wie er sie, mit dem Unterschied, dass sie nun zuhause sitzt und auf das gemeinsame Kind Acht gibt (KIND! Ja, genau, sie haben sogar ein Kind. Damit sinke ich noch ein wenig mehr…). Sie hat keine Wahl, ich schon. Ich kann es lassen. Ich lass es aber nicht, jedenfalls gerade nicht und erwachsen bin ich auch nicht. Wie ein Teenager in seiner schlimmsten „ICH“ Phase, treffe ich mich mit ihm, irgendwo, letztens sogar auf der Arbeit bevor alle da sind. Wir küssen uns heimlich, berühren uns. Es ist nur Küssen – nette Ausrede oder?

„Aber ich bin gerade so verletzt… Yaya…er ist einfach weg. Hat uns verlassen, im Regen stehen lassen. Er war böse zu uns, er hat ganz gemeine Sachen gesagt! Und B., er ist so anders. Er streichelt uns, ist liebevoll, fürsorglich. Weisst du noch wie er damals war? Schau mal, er ist genauso zu uns!“ schluchzt mir mein Ego leise ins Ohr. „Halt die Klappe EGO!“

Moral…

Komm zurück Moral, halt mich fest, pack mich an den Schultern, hau mir von mir aus eine runter – aber mach irgendwas! Dein strafender Blick reicht nicht aus, deine bloße Anwesenheit schon längst nicht mehr! Ich muss aufhören. Jetzt! Sofort! Was ist los mit mir? Ich bin nur schwach gerade…Schwäche…ganz miese Ausrede. Man ist nur schwach, wenn man es sich selbst erlaubt!

 

 

Advertisements

18 Kommentare

  1. Träumerin · Juni 16, 2012

    Wenn seine Familie (bzw. wohl der Kulturkreis, aus dem er stammt?) ihn wirklich dazu bringen konnte, diese andere Frau zu nehmen und zu heiraten…. hast Du da keine Angst, was eventuell passieren könnte, wenn Eure Heimlichkeiten auffliegen? Und ich denke da nicht mal nur an Dich, sondern eben auch an ihn, vor allem im Hinblick auf die Familie der Ehefrau…

    Ich lese den Blog eines jungen schwulen Türken, der sich aufgrund seiner strenggläubigen Familie lange nicht geoutet hat. Schließlich hat er sich doch überwunden bzw. hat er es anders nicht mehr ausgehalten, war sich aber bewusst, dass er durch das Outing sein Leben riskiert… leider gibt es so etwas heute immer noch 😦

    Vor Jahren hatte ich auch selbst einmal eine kurze Affäre mit einem Türken, der bereits verlobt war (was ich aber damals nicht wusste). Als er es dann gebeichtet hat, habe ich sofort Schluß gemacht, ihn aber auch gefragt, warum er sich nicht trennt, wenn er denn – angeblich – die andere nicht liebt sondern in mich verliebt ist. Und er hat mir da ganz ehrlich gesagt, dass ihn die künftigen Schwiegereltern dann umbringen würden…. er war der erste Mann bei seiner Verlobten und es wird von ihm dadurch erwartet und verlangt, dass er sie auch heiratet.

    Ich habe einen Heidenrespekt vor solchen Geschichten….

    • ninjaan · Juni 16, 2012

      Der Druck bei einigen Familien ist hier sehr groß. Das Extreme schließe ich allerdings aus. Bei ihm ist es „nur“(!) auf der psychischen Ebene, der Druck, die Erziehung, dass ihn „systematische“ an sich binden (früh von der Schule holen, arbeiten schicken, Gelder einbehalten, Verträge unterschreiben lassen…etc.) und keine Androhung von physischer Gewalt.
      Bei einer Familie aus seiner Nachbarschaft und mit deren Söhnen ich vor vielen Jahren ich mal befreundet war, haben die beiden ältesten es geschafft sich loszureissen. Die älteste Tochter und der älteste Sohn haben sich eigene Partner ausgewählt. Sie wurden verstossen, standen mit nichts da und hatten wahrscheinlich starke Partner an ihrer Seite. Nachdem zwei fort waren, haben auch die jüngeren begonnen sich aufzulehnen. Die Eltern sahen ihre Felle wegschwimmen und haben ihren jüngeren erlaubt sich eigene Parter auszusuchen. Die älteren dürfen allerdings bis heute nicht nach Hause zurück, dürfen offiziell keinen Kontakt zu allen Familien Mitgliedern haben etc. Ein Beispiel, bei dem sich zwei auflehnten und es ihren jüngeren leichter machten – sie selbst sind aber immer noch „Ausgestossene“
      Ich glaube das ist für ihn auch eine Abschreckung, denn er ist der Kleine und sein großer Bruder hatte (anscheinend) keine Probleme verheiratet zu werden und hat sich dem Schicksal gefügt.
      Es ist schlimm, dass so etwas passiert, heute, hier, eigentlich egal wo.

  2. Träumerin · Juni 14, 2012

    Oh je….

    Und ich kann mich nur Maschas Worten anschliessen. Du fängst da gerade was an, was wieder nur schlecht für dich ausgehen wird 😦

    • ninjaan · Juni 15, 2012

      Die Gefahr besteht, ja, ich glaube jedoch, dass von „allen“ Beteiligten, ich noch die beste Ausgangsposition habe… das drückt zusätzlich auf das Gewissen.
      Ein Kampf tobt in mir, ich muss mich entscheiden, bald, solange es noch so „unschuldig“ zwischen uns ist…

  3. Ich♥Dich · Juni 14, 2012

    Nun ist es also passiert. Ist B. denn auch zurück in deinem Herzen? Oder genießt du nur das Begehrtwerden; die Liebe, die er dir entegegen bringt; alles, was Yaya dir (nicht mehr) gibt?
    Und ich kann dich kein bisschen für dein eVerhlaten verurteilen.

    Ich habe auch viele, viele Jahre (eigentlich bis heute) nach dem Prinzip „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“ gelebt und bin damit gut gefahren. Auch ich stand vor Freundinnen „Bist du denn bescheuert? Der ist vergeben! Das ist das allerletzte, was du machst!!! Die arme Freundin.“ Einmal habe ich ein selbstgefälliges „Na und, ich kenne die doch nicht!“ zurück bekommen. Da hätte ich ausrasten können.

    Und nun? Seit letztem November ist alles anders.
    Kurz vor Nummer1 gab es auch den Einen (den hatte ich einmal kurz im Blog erwähnt). Ich hatte mich nach einem Blick in ihn verliebt. Er sich tatsächlich auch ein bisschen in mich, aber nie so wie ich. Er hat seit über 10 Jahren eine Freundin und auch ein Achtjähriges Kind mit ihr. Er hat mir aber immer wieder erzählt (und auch allen anderen Kollegen), dass er sie gern verlassen würde, es aber wegen des Kindes nicht tut und dass auch schon lange nichts mehr zwischen ihnen läuft.
    Das reichte für mich, um ihn doch zu küssen und ein wenig mehr.

    Und jetzt ist da Nummer1. bei ihm geht das noch ein Stück weiter. Bei ihm mache ich das mit voller Absicht. Ich will Rache dafür, dass Sweeety ihn mir weggenommen hat. Ich meine nämlich auch „ich war früher da!!!“.

    Alles sehr ähnlich wie bei dir, was?

    • ninjaan · Juni 15, 2012

      Unsere Parallelen sind wirklich der Wahnsinn!
      Ich genieße natürlich seine Art, aber ich befürchte es ist mehr als das. Es ist eine tiefe Zuneigung die uns zu verbinden scheint – das war immer so. All die Jahre haben wir nie ein schlechtes Wort übereinander verloren, haben uns nie vergessen. Wir haben das Schicksal akzeptiert, aber als wir nun vor einer Woche voreinander standen, da war es wieder da, dieses Band zwischen uns… In meinem Herzen war er immer, ich verliebe mich nicht leicht, eher selten, tue ich es doch, dann sind mir diese Menschen immer sehr nah – auch nach Jahren noch.
      Yaya gibt mir in der tat nichts mehr – wäre er da, ich weiss nicht wie es dann wäre? Würde ich nein zu B. sagen? Wie wäre Yaya überhaupt da? Wir hatten nie eine Beziehung?
      Auch das jetzt, wird keine Beziehung, wohin führt das, ausser ins Unglück?
      Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass diese Empfindungen die ich bei ihm habe gut tun. Ich fühle mich sicher, wohl, geborgen. Das erste Mal seit Wochen lache ich wieder aus tiefstem Herzen – ich fühle etwas anderes als Herzschmerz.
      Zwischen uns ist (ausser Küssen) nichts sexuelles, es ist nur ein ewiges sich in die Arme nehmen, als würden wir Kraft dadurch tanken können – es tut mir gut, es tut ihm gut. Was soll ich tun? Aufhören sagt die Moral – weiter machen sagt das Herz…ich bin ratlos.

      Sind Nr1 und Sweety denn heute noch zusammen?

      • Ich♥Dich · Juni 15, 2012

        Ich kann dich so gut verstehen.
        Dieses „Er ist unglücklich mit ihr, aber zusammen sind wir beide glücklich. Warum es also lassen?“. Ich würde es wahrscheinlich genau so machen wie du. Egal, wie sehr ich mit meiner Moral kämpfen müsste (wie du sagst, wir sind uns wirklich sehr ähnlich 😉 ).

        Und wenn da ein Band zwischen euch ist, dann kann man das leider auch nicht unterdrücken. Ich finde es von euch beiden schon so stark, dass ihr damals (ohne zu kämpfen) das Schicksal akzeptiert habt. Aber wenn man keinen Grund zu kämpfen sieht, hm?
        Auch wenn da keine Beziehung draus wird und es dich (oder euch) vielleicht mit Herzschmerz zurück lässt, dann ist es irgendwie erträglicher Herzschmerz, glaube ich. Immerhin wurde nicht einer eiskalt stehen lassen, sondern ihr wisst, dass es so sein muss. Wiedermal.
        Also zusammenfassend: Egal, wie schlecht es rüberkommt. Ich würde es auch so lange ausnutzen, wie es mir gut damit geht. Und wenn du endlich wieder lachen kannst, ist das ja ein riesen Fortschritt.

        Ich tippe, dass du zu B. nein sagen würdest, wenn Yaya noch so da wäre, wie am Anfang. Wissen kann man es aber nie.

        Jaaaaaa, Nummer1 und Sweeety sind noch zusammen…. Leider!

      • ninjaan · Juni 16, 2012

        Ich ringe gerade immer noch mit mir, dieses Wochenende wird durch gearbeitet, gute Ablenkung und keine Zeit sich zu treffen — die beste Vorraussetzung mir darüber klar zu werden, wie ich nun weiter mache…

        Erträglich, ja ich denke das wäre es, es wäre nicht neu und jetzt, noch mehr als zuvor versuche ich mich weg zu bewerben, am Besten in ein anderes Land (Habe mich gerade bei einer englischen Vermittlungsagentur registriert) -. ich brauche echt mal wieder Veränderung, ich komm hier nur auf „dumme Gedanken“…

      • Ich♥Dich · Juni 16, 2012

        Ich bin da ja ein kleiner Schisser und würde mich nicht trauen in ein anderes Land zu gehen.
        Wenn du wirklich umziehst, dann müssen wir uns vorher aber nochmal treffen. 😉

      • ninjaan · Juni 16, 2012

        Ich bin auch noch nie für lange in einem anderen Land gewesen, aber ich glaube es ist langsam an der Zeit. Leider nicht so einfach wie ich dachte (Ninjaan the dreamer…), aber ich setz wirklich alles dran.
        Und wir müssen uns dann auf jedenfall mal treffen vorher! Ich vermiss den den Norden auch schon wieder ein wenig 😀

      • Ich♥Dich · Juni 17, 2012

        Der Norden hat für dich zumindest immer Platz! 🙂
        Ich würde mich wirklich freuen, wenn das klappt.

      • ninjaan · Juni 17, 2012

        Da ich den ganzen August weg bin, werde ich sicher im Juli nochmal kommen – also schon ziemlich bald. Hoffe wir kriegen das dann irgendwie hin! 🙂

    • Ich♥Dich · Juni 17, 2012

      Jaaaaaa! Ich habe noch 5 Wochen Urlaub. Sag früh Bescheid, wenn du weißt, wann du kommst. Nicht, dass ich da weg bin. Das wäre mehr als ärgerlich.

      Und: Ich hoffe, du hast im August Internet!!! 😉

      • ninjaan · Juni 17, 2012

        😀 Sehr gut! Meine Freundin aus Hamburg kommt jetzt mitte der Woche, dann machen wir mal Pläne, wann ich wieder komme und dann geb ich dir Bescheid!

  4. Mascha · Juni 14, 2012

    Oh nein…tu das nicht!! Du bist momentan verletzt und suchst Nähe, aber so geht das nicht. Versetze Dich in die Lage der Ehefrau!! Ich weiß wie es ist betrogen zu werden. So etwas tut verdammt weh!! Hör auf….Du bist besser als das. Und das er mitmacht, spricht nicht für ihn.

    • ninjaan · Juni 15, 2012

      Hach Mascha…wenn das so einfach wäre… Die einfache Suche nach Nähe ist es nicht, ich bin nie jemand gewesen, die nicht alleine sein kann. Angebote hatte ich in den letzten Wochen einige, aber ich habe/hatte kein Interesse. Bei ihm ist es mehr, als nur das…
      Ich kann mir vorstellen wie schlimm das ist und es tut mir unendlich leid, dass du so etwas erfahren musstest, ich wollte es, wie oben beschrieben niemals tun. Schon vor Jahren habe ich mich in ihre Lage versetzt, damals noch träumerisch, neidisch á la: Jetzt hat sie ihn. Als ich von allen Seiten hörte wie unglücklich er ist und wie sehr er sich verändert hat, dachte ich nur „Oh nein, warum passiert das? Warum gibt er ihr nicht, was er geben kann?“
      Als ich ihn vor Jahren einmal traf sagte ich ihm, dass er die Liebe zu ihr zulassen wollen muss, ihr eine Chance geben muss, weil er doch so wundervoll sein kann. Er hat es bis heute nicht geschafft.
      Wenn ich mich in ihre Lage versetze empfinde ich Mitleid, mit beiden. Nicht, weil ich da bin, sondern weil sie ihr Leben teilen „müssen“ – weil sie wahrscheinlich beide (bei ihr weiß ich es eben nicht genau…) wundervolle Menschen sind, diese Situation aber so schwer für sie ist, dass es ihnen unmöglich ist, sich aufeinander einzulassen.
      Nun bin ich da, kämpfe mit mir selbst, bin schwach, aber was ich empfinde wenn ich neben ihm bin, ist nicht das Resultat meiner Schwäche, sondern etwas, dass ich lange unterdrückt habe. Das macht es nicht besser, nicht richtiger…aber vielleicht erklärt es, warum ich so sehr mit mir kämpfen muss…

      • Mascha · Juni 15, 2012

        Ja, eine schwierige Situation….aber ich bin ein Mensch, der Lügen nicht mag und so eine Dreiecksbeziehung ist immer böse…..wieso macht Ihr keinen reinen Tisch? Geht es wegen der Familie nicht?

      • ninjaan · Juni 15, 2012

        Reinen Tisch, dass kann nur er machen. Er sollte sich trennen, hätte das schon ewig tun sollen, für sich selbst und für sie ebenfalls – aber auf keinen Fall für mich. Ich habe ihn damals nicht unter Druck gesetzt und tue das auch heute nicht (wie auch nach so kurzer Zeit?).
        Seine Familie steht da immer noch hinter, dass sie ein gemeinsames Kind haben sicher auch – er hatte damals nicht den Mut, die Willenskraft sich aufzulehnen, ich bezweifel, dass er es jemals haben wird. Reinen Tisch machen, dass ist seine Entscheidung, seine Verantwortung, die ich ihm nicht abnehmen kann. Meine (gefühlte) Pflicht besteht darin, es zu lassen…es ist nur leichter gesagt als getan. Noch ist das alles zwischen uns recht „unschuldig“, falls man hier überhaupt von Unschuld sprechen kann, der beste Moment abzuspringen, eigentlich.
        Ich danke dir Mascha für deine ehrlichen Worte…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s