Kleiner Rückblick

Wie man merkt habe ich zurzeit eine leichte Schreibblockade. Ich setze mich hin, habe eine Idee und starre dann auf das weiße Textfeld und schreibe nicht ein Wort, nicht mal einen kleinen Entwurf. Ich schiebe das einfach mal auf das Wetter, mir ist es zu schwül, viel zu schwül. Ich bevorzuge die heiße, trockene Luft der Wüste, aber das hier? Nein, das ist wirklich nichts für mich.

Aber nun genug der Jammerei, nun kommt ein kleiner Rückblick der letzten Tage.

Mittwoch, 4.Juli

B. beginnt seine Arbeitstunden bei uns (ich weiss, ganz blöde Idee…), er renoviert den alten Kinderbereich, aus dem nun ein Medienraum gemacht werden soll. Der Kazoospieler hat sich wieder eingekriegt, ist bester Laune (vielleicht auch weil Donnerstag sein erstes, eigenes Album erscheint?) – das Klima auf der Arbeit ist angenehm. Da ich aber die einzige pädagogische Fachkraft an dem Tag bin (ein Kollege hat Urlaub und der andere ein Vorstellungsgespräch), schließe ich etwas früher. Großes Gemaule bei den Jugendlichen, das Wetter macht anscheinend auch ihnen zu schaffen, sie sind unausstehlich! – Egal, ich muss noch zu meiner anderen Arbeit, ein Junge, mein ehemaliges „Bezugskind“, feiert heute Abschied – er darf wieder nachhause!

Highlight des Tages: Auf der alten Arbeit bequatschen mich meine Kollegen, ich solle die Leitung übernehmen, der neue Chef „bringts nicht“, sie wollen mit den Chefs sprechen. (Wäre eine nette Alternative, da ich in 3 Monaten wahrscheinlich arbeitslos bin….)

Patzer des Tages: Ich bin kurzfristig bei B. schwach geworden, ein kleiner Kuss im Abstellraum und beinahe hätte uns der Kazoospieler entdeckt. (Zum Glück lebt der in seiner eigenen Welt!)

Donnerstag, 5. Juli

Es ist noch schwüler als die Tage zuvor, das Jugendzentrum hat geschlossen, ich wäre wieder die einzige Fachkraft und ausserdem ist „Ausmisten“ angesagt. Es ist viel zu heiß dafür. B. widmet sich heute den Türen, abschleifen und neu lackieren – sieht gut aus. Wir schließen früher (ich habe noch genug Überstunden), es ist zu heiß und ich mache mich auf den Weg zu einer Freundin (Arbeitskollegin des anderen Jobs). Sie wohnt 40km entfernt, Autofahren bei solch einer Hitze macht nicht wirklich Spass…

Highlight des Tages: 1. Mein Büro sieht endlich wieder aus wie ein Büro! 2. Der überbackene Döner den ich abends mit meiner Freundin verdrücke!

Patzer des Tages: Ausnahmsweise gab´s keinen!

Freitag, 6. Juli

Ich komme verspätet zur Arbeit, da ich bei meiner Freundin übernachtet habe. B. ist sauer, er hat lange vor der Tür gewartet. Hasan kommt zum Lernen, es ist so heiß, ich selber kann mich kaum konzentrieren und entlasse ihn nach 30 Minuten. Die Stimmung zwischen B. und mir ist angespannt, er hat ein Telefonat mitgehört. Erklärt mir dann, dass er auch nur mit mir befreundet sein will, weil er meine „Männerkontakte“ nicht „ertragen“ kann (siehe weiter unten, unter Patzer des Tages!). Als ich ihn später bitte einkaufen zu fahren weigert er sich, wir streiten (natürlich bekommt es niemand mit!). Ich bin wütend und enttäuscht. Er will mir einen reinwürgen. Bei einer späteren Wasserschlacht mit dem Jugendlichen entspannt sich die Situation zwar etwas, wird aber nicht wirklich besser. Durchnässt und beleidigt fahre ich Abends zu meiner besten Freundin Römmel (den Spitznamen hat sie, seit wir 15 sind 🙂 ) um mich zu beschweren. Und den morgigen Abend zu planen.

Highlight des Tages: Wasserschlacht mit den Jugendlichen – super Abkühlung!

Patzer des Tages: Ein Typ den ich vor Wochen mal in Hamburg kennengelernt habe ruft mich an. Ich hatte ihn nie erwähnt, weil er eigentlich unwichtig ist/war…Wir hatten ein Date, mehr nicht. Er schwafelt mich am Telefon voll, wie sehr ich ihm fehlen würde – B. stand daneben…

Samstag, 7. Juli

Früh aufstehen, endlich meine neue Kamera „Nikon Coolpix P510“ abholen, Kleid für den Abend gekauft und noch Kleinkram von Rossmann geholt – da findet man doch immer irgendetwas, das man dringend braucht! Ich merke übrigens, dass ich alt werde, meine Füße sind von der Hitze angeschwollen…ihgitt! Nachmittags lege ich mich etwas schlafen, Abends gehts mit Römmel in einen Club, da ich die 80km fahren muss, will ich ausgeruht sein. Ich wache erst um 20 Uhr wieder auf – viel zu spät! Ich wollte noch soviel machen! Alles im Schnelldurchgang: Duschen, Haare färben (super, dass es  diesen Färbeschaum gibt!), Kleid bügeln…. Um 21:30 merke ich, dass ich keine „saubere“ Leggins oder Strumpfhose habe, panisch fahre ich noch in den letzten geöffneten Supermarkt und werde zum Glück fündig. Beladen mit Kleidern, Schuhen und anderen Dingen lande ich um kurz nach 22 Uhr bei Römmel. Die ist, das erste Mal in unserem Leben, tatsächlich vor mir fertig! Ein Denkwürdiger Tag! Wegen mir, kommen wir viel zu spät los und dann ist noch die Autobahnauffahrt gesperrt! Dank Umweg landen wir erst um 1 Uhr nachts in dem Club! Und das Beste: Er war leer! Wir blieben bis 6 Uhr morgens, aber eine wirklich gute Stimmung trat nicht ein – wir waren zeitweise die Einzigen die tanzten und das dann nur am Rand. Als es schließlich eine Schlägerei gab, bei der Römmel das Blut eines Typen auf die Schuhe spritzte, hatten wir endgültig genug!

Highlight des Tages: Bevor wir losfuhren brachten wir noch schnell meiner Mutter Zigaretten zur Arbeit, als sie uns sah kommentierte sie unsere Outfits etwa so: „Oh, also wenns nicht unfein wäre, würde ich sagen, ihr zwei seht aus wie schnieke Bordsteinschwalben!“ Die halbe Autofahrt lachten wir uns darüber kaputt – warum meine, und auch ihre Eltern nur so konservativ waren. Unsere Kleider gingen bis über die Knie, und wir hatten keinen Ausschnitte…aber beim Tanzen dachte ich doch das ein oder andere Mal an ihre Worte und zupfte an meinem Kleid herum…

Patzer des Tages: Als ich nicht wusste wen ich wegen der gesperrten Autobahnausfahrt anrufen sollte (es war nachts) rief ich B. an…blöde Idee, er sagte uns zwar den Weg, war aber mehr als ungehalten!

Sonntag, 8. Juli

Bis 15 Uhr geschlafen, nahezu komatöser Schlaf. Später war ich mit SK zum Essen im China Town verabredet. Ich stehe einfach nicht auf Chinesisch…das ist mir zu…fad! Thailändisch mag ich lieber, aber leider gibts in meinem Kaff keinen! Also, wie sagt man so schön? In der Not frisst der Teufel Fliegen. Später am Abend machten wir noch einen Spaziergang am Fluß, dass habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Abends war es angenehm warm, die Sonne schien und es war ziemlich leer, so konnten wir ungehindert meine neue Kamera ausprobieren.

Highlight des Tages: Ich habe viele Fotos von Sk geschossen und er war wirklich begeistert, sagte mir, noch nie hätte jemand so schöne Fotos von ihm gemacht. Ich werde jetzt Hobbyfotografin!!!

Patzer des Tages: Ich bin den ganzen Abend am Fluß mit vollgekleckertem Kleid rumgelaufen und SK hat´s mir nicht gesagt. DANKE!

Mit Yaya habe ich nicht geredet, ich war selten online und wenn doch, dann kam nichts. Er schickte mir nur ein Lied über Dropbox…

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5 Kommentare

  1. Träumerin · Juli 9, 2012

    Wie ist andere Sache mit Hasan eigentlich ausgegangen?

  2. Ich♥Dich · Juli 9, 2012

    So viel zum Abschied von B. was?
    Ich finde es aber ziemlich daneben, dass er so eifersüchtig wird. Egal, was er für seine Frau fühlt, am Ende des Tages geht er zurück in ihre gemeinsame Wohnung und schläft mit ihr doch sicher in einem Bett.

    Immerhin klingen aber die Treffen mit deinen Freunden schön.
    Insgesamt scheint es ja bergauf zu gehen bei dir.

    • ninjaan · Juli 10, 2012

      Jaa…Ninjaan ist leicht schwach geworden, ich schiebe das mal auf das Wetter 😉 Aber es geht voran..also eher zurück…wird weniger. Ich kann mich immer besser beherrschen 🙂 Und ja, es ist mehr als unangemessen von ihm, genau so habe ich ihm das auch gesagt!

      Ich habe zurzeit wirklich schöne Tage mit meinen Freundinnen und plane nebenbei fleißig meinen Urlaub, kann es kaum erwarten!

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