Eine Art zu Lieben

Nicht vor und nicht zurück will ich, stehen bleiben, die Zeit anhalten, für einen Moment, einen kleinen Augenblick nur. Und kosten will ich, auskosten, genießen, einatmen, dich,  und die Luft anhalten. Dann will ich dich wieder frei lassen, selbst wieder frei sein, ausatmen, bis zu dem nächsten Moment, dem nächsten Augenblick, der nur für uns geschaffen wäre, für die Liebe die zwischen uns sein könnte.

Nicht ewig still stehen, nicht ewig verweilen will ich, nicht festhalten, sondern loslassen, um zurückkehren zu können, das will ich. Dir mein Alles geben, dazu wäre ich bereit, doch nehmen sollst du mir nichts, so wie auch ich dir nichts nehmen will von deinem Sein. Meine Seele soll dein Innerstes berühren und will berührt werden, aber niemals sollen wir in Besitz nehmen, was nicht mein ist, was nicht dein ist.

Unsere Wege sollen sich kreuzen, sich ineinander winden, sich loslösen ohne sich aus den Augen zu verlieren, du auf deinem und ich auf  meinem Wege. Begleiten, doch weder im Schatten, noch als Schattenspender des Anderen, wie eine frische Brise sollen wir uns streifen, nie ganz dort, niemals ganz fort.

Frei sein, in mir, mit mir, mit dir, das will ich. Die Liebe nicht in einen Käfig sperren, weil ich mich davor fürchte, weil du dich davor fürchtest, weil die Liebe selbst sich davor  fürchtet und die Furcht kein fruchtbarer Boden für die zarten Samen der Liebe ist.

Dich lieben, frei und ungebunden, jede Regel mißachtend, das will ich. Mit dir offen sein, für eine Art der Liebe, wie man sie selten lebt, und unsere Seelen von den Fesseln der Konventionen befreien, das will ich.

Weil ich die Liebe liebe und die Freiheit liebe und weil ich weiss, dass ich dich lieben kann, wie niemanden sonst.

“Let there be spaces in your togetherness, And let the winds of the heavens dance between you. Love one another but make not a bond of love: Let it rather be a moving sea between the shores of your souls. Fill each other’s cup but drink not from one cup. Give one another of your bread but eat not from the same loaf. Sing and dance together and be joyous, but let each one of you be alone, Even as the strings of a lute are alone though they quiver with the same music. Give your hearts, but not into each other’s keeping. For only the hand of Life can contain your hearts. And stand together, yet not too near together: For the pillars of the temple stand apart, And the oak tree and the cypress grow not in each other’s shadow.” (Gibran Khalil Gibran: The Prophet)

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9 Kommentare

  1. lebenstattponyhof · Juli 27, 2012

    das wünscht sich fast jeder und am Ende bekommt es fast niemand..

    • ninjaan · Juli 27, 2012

      Das stimmt, ich glaube es fällt uns Menschen schwer, die richtige Balance zu halten – wir haben Ideale, Wünsche, Träume und wenn wir ihnen nahe sind, ist es die Angst von der wir uns beherrschen lassen, die Angst vor dem Verlust, der Hingabe…

      • Träumerin · Juli 28, 2012

        Ich hätte sie nicht….

      • ninjaan · Juli 28, 2012

        Die Angst?

  2. Träumerin · Juli 27, 2012

    Genau so sollte es ein…. *seufz* ❤

    • ninjaan · Juli 27, 2012

      Wie schön alles sein könnte…wenn nur…

  3. Ich♥Dich · Juli 27, 2012

    ❤ ❤ ❤
    Ich würde so gern mehr dazu sagen, aber das geht nicht. Es ist zu schön!

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