Du bist wunderschön, aber…

Heute mal was ganz anderes.

Kennt ihr das, wenn urplötzlich ein bestimmtes Thema, mit dem ihr euch nicht absichtlich/willentlich auseinandersetzt,  überpräsent wird? Ihr sucht nicht danach, lest nicht absichtlich auf Seiten, in Zeitungen darüber und beginnt auch kein Gespräch mit Freunden über dieses Thema und dennoch ist es da?

Ein Thema, mit dem ich mich freiwillig überhaupt nicht beschäftigen würde, durch Zufälle und Freunde (oder nicht Freunde?) ist das „Schönheitsideal“.

Grund 1: Zwei meiner besten Freundinnen haben in den letzten Monaten strikte Diäten durchgeführt und einiges abgenommen. Mindestens eine von ihnen war immer schon schlank – jetzt eben noch mehr. Das hat eine regelrechte „Abnehmwelle“ in meinem gesamten Freundeskreis ausgelöst – ständig wird über die neusten Diäten gesprochen, Eine radikaler als die Andere. Es freute mich natürlich für meine Freundinnen, nicht weil ich finde, dass sie nun viel schöner sind oder weil sie vorher gesundheitliche Probleme hatten, sondern weil ich sah, dass ihr Selbstbewusstsein dadurch größer wurde.

Grund 2:  Immer wieder stoße ich neuerdings auf Artikel, die sich mal kritischer, mal weniger kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Vielleicht gibt es diese Artikel immer in dieser Häufigkeit und es fällt mir nur verstärkt auf, weil gerade diese Welle durch mein Umfeld weht, vielleicht aber auch nicht.

Meine beiden Freundinnen hatten nun also an Gewicht verloren, dafür aber an Selbstbewusstsein zugelegt. Alles könnte gut sein. Wenn wir ausgehen tanzen sie mehr, brauchen weniger Alkohol, um locker zu sein, die Reaktion der Männer lässt sie aufblühen. Doch nicht alles was glänzt ist auch Gold. Beide verliebten sich etwa zur gleichen Zeit in zwei Männer. Beide signalisierten Interesse, ließen sie im Nachhinein aber doch fallen und entschieden sich für eine jeweils Andere.

Liebeskummer, Ablehnung, beides ist immer scheisse. Ich stellte aber mit Erschrecken fest, dass meine Freundinnen nun begonnen es auf ihre „noch nicht perfekte Figur“ ihr nicht „schön genug sein“ schoben. „Ich bin nicht schön genug für ihn,“ weinte die Eine. „Ich hab doch alles gemacht, damit er mich schön findet! Wie kann er jetzt eine Andere nehmen?“ schluchzte die Andere. Und ich? Ich stehe daneben, trockne Tränen und versichere meinen Freundinnen, dass sie doch schön genug sind – würde ihnen aber eigentlich lieber sagen, dass sie wundervoll sind, klug, witzig, charmant und einfach jemand Anderen verdient haben, der genau das in ihnen erkennt.

Zu dieser Zeit entdeckte ich dann einen Artikel im Internet, darüber, wie Frauen oftmals schon von klein auf zu hören bekommen was für sie, als Frauen, das Wichtigste im Leben ist: Schön sein.

Sei schön, sei schlank, nimm ab – sonst heiratet dich doch niemals einer! – ungefähr so war der O-Ton der unzähligen Aussagen, die Frauen über ihre frühe Kindheit bis hin zum Erwachsenenalter von ihren Eltern oder Verwandten zu hören bekamen.

Ich musste mich unwillkürlich schütteln und erinnerte mich an meine Kindheit. Daran, dass meine Eltern, weder Vater noch Mutter, mich jemals in ein Kleidchen gesteckt haben und mir gesagt habe, ich sähe ja nun so wunderschön aus. Wunderschön sein, hübsch sein, süß sein – ich glaube diese Begriffe fielen so gut wie nie bei uns. Meine Eltern, vor allem mein Vater, lehrte (n) mich ganz universelle Dinge. Und mit einem Lächeln stellte ich fest, dass mein Vater, der immerhin noch während des 2. Weltkriegs geboren wurde, mich wohl so „feministisch“ und „gendergerecht“  wie nur irgendwie erzogen hatte , obwohl er heute über diese Worte meist nur Schmunzeln kann.

Über diese Tatsache erfreut, schrieb ich ihm prompt eine Email, bedankte mich bei ihm, denn wie ich heute bin, wie ich heute denke, das hat sicher auch viel damit zu tun, was er (und meine Mutter) mich damals als Kind lehrten. Mein Selbstbewusstsein speist sich aus der Überzeugung, dass Schönheit eine Kombination von Innerem und Äußerem ist, wobei das Innere schwerer wiegt.

Seine Antwort folgte prompt. Zusammenfassung:

„Alles was ich für dich wollte ist, dass du Ideale hast und nach ihnen strebst, dass du gesund und glücklich bist und auch in schwierigen Momenten Charakterstärke beweisen kannst – ich glaube, das ist mir gelungen. Ich liebe dich – dein Papa.

Das ist es, was ich mir von meinem Vater wünsche – nicht das er mir sagt, ich wäre schön – schön muss ich mich selbst fühlen – das kann mir keiner abnehmen.

Keineswegs jedoch, war ich immer so. Wenn ich heute sage, dass ich mich von diesem Schönheitswahn abwende, ihn ignoriere und nicht mal eine Waage zuhause habe, dann hat das einen bestimmten Grund. Kurz vor meiner Pubertät war ich relativ pummelig und obwohl meine Eltern (weil es eben noch nicht gesundheitsschädlich war) mich nie drängten oder darauf ansprachen, begann ich mit 13 (!) meine erste Diät. Aber was weiß man mit 13 schon über gesunde Ernährung? So ein Schulfach hatten wir noch nicht und Internet hatte ich auch nicht. Also hungerte ich. Das ging eine Zeitlang gut. Ich verlor ziemlich schnell etliches an Gewicht – doch dann kam die berühmte Stagnation. Ich nahm nicht mehr ab.

Aus Frust begann ich zu essen, aber weil ich vorher so gehungert hatte, vertrug mein Körper die Mengen (die nicht sonderlich groß waren) kaum noch – und so erbrach ich mich mit 14 Jahren das erste Mal. Seit ich 16 Jahre alt war, war ich wirklich schlank (Hosengröße 36). Ich bin aber eher sehr „kurvig“ gebaut  und so, und weil ich längst ein verzerrtes Selbstbild hatte, machte ich weiter: hungern, essen, brechen.

Mit 21 bekam ich Sodbrennen und trotz Kleidergröße 36/38 riet mir mein Hausarzt dazu doch etwas abzunehmen – sei gesünder! Ich machte weiter und meine Eltern standen hilflos daneben – unsicher und immer mit Selbstvorwürfen, was sie falsch gemacht hätten. (Nichts…ihr habt nichts falsch gemacht!)

Mit 22 Jahren wurde ich für 4 Wochen in die Kur gebracht, nicht wegen Sodbrennen oder meiner Bulimie, sondern wegen meines Asthmas. Dort im Speisesaal beobachtete mich eine aufmerksame Servicekraft, folgte mir einmal nach dem Essen auf die Toilette und alarmierte die Ärzte. 3 Tage später kam ein Psychologe zu mir, 2 Tage später wurde eine Magenspiegelung durchgeführt. Befund: Meine Speiseröhre war mit 22 Jahren beinahe zerstört, die Schließmuskel funktionieren nicht mehr, daher das extreme Sodbrennen (für das ich bis heute Medikamente nehmen muss).

Ich brauchte noch 2 Jahre, um die Bulimie gänzlich zu überwinden, aber ich schaffte es. Durch starke Kortison Therapien (Asthma) wurde ich zusätzlich auf die Probe gestellt – ich nahm nämlich unverhältnismäßig viel dadurch zu.

Seit etwa 3 Jahren halte ich mein Gewicht, mal 2 kg mehr, mal 2 weniger. Ich bin alles andere als schlank, aber zum ersten Mal seit langer Zeit, liebe ich mich selbst. Ich finde mich schön. Und darum, weil ich mir dies bewahren will – mache ich einen Bogen um Diäten, Schönheitsideale und Läden die extra kleine Kleidungsgrößen haben. Als ehemalige Bulimikerin ist man nämlich wie eine trockene Alkoholikerin.

Heute bin ich immun gegen das vorherrschende Schönheitsbild – jedenfalls zu 95%. Ich mag mich und strahle das wohl auch aus. Wenn mich jemand nicht will, dann denke ich nie darüber nach, er könnte mich nicht wollen, weil ich nicht schlank genug, nicht hübsch genug bin. Und im Grunde werde ich auch nie darauf angesprochen. Ich schaue traurig auf meine Freundinnen und wünsche mir so sehr für sie, dass sie ihr Selbstbewusstsein nicht ausschließlich aus den „Komplimenten“ von Männern und Frauen ziehen würden, die nur auf ihr Äußeres achten.

Immun…ja zu 95%, aber eben nicht zu 100%. Denn seit mich dieses Thema verfolgt, denke auch ich, mehr oder weniger unfreiwillig darüber nach und prompt geschieht etwas, dass eben diese 5% ausmacht. Gestern Abend schrieb ich bei FB mit einem Mann, denn ich in Jerusalem kennengelernt hatte. Es ist nichts besonderes, wir hatten uns nur ein paar Mal gesehen, etwas geflirtet und schrieben uns nun hin und wieder – er ist ganz nett, aber mehr Interesse habe ich nicht. Gestern Abend, aber fiel dann dieser Satz „ Du bist wunderschön, aber…, wenn du etwas abnehmen würdest, wärst du noch schöner!“

Aha…

Ich reagierte ziemlich abgeklärt, dankte für die Info, aber sagte ihm, dass ich nicht vor hätte etwas an mir zu ändern. Es folgten Entschuldigungen und Beteuerungen wie schön ich doch sei. – Danke, ich finde mich auch schön, aber du mich anscheinend nicht genug.

Ich frage mich manchmal, wie es ankommen würde, wenn ich einem Mann sage, dass er eigentlich ganz gut aussieht, aber besser aussehen würde, wenn er seine Nase operieren, Ohren anlegen, Lippen aufspritzen oder sonst was in der Art, tun würde?

Wie auch immer, das erste Mal seit langem begann ich im Internet nach Diäten zu suchen und erwischte mich prompt dabei, wie ich eine „Radikal Diät“ bevorzugte.

Als ich heute Morgen aufwachte und in den Spiegel sah, dachte ich nur „Wtf? Was habe ich da gestern Abend gemacht? Bist du bescheuert ninjaan? Du bist gut, so wie du bist! Nein, nicht nur gut, sondern toll!“  Nur weil ein Mann von 100 zu mir sagt, ich könne etwas abnehmen, gebe ich doch jetzt nicht ein Stück meiner Lebensqualität auf (und dazu gehört für mich gutes Essen, wenn ich Hunger darauf habe, soviel wie ich will und vor allem ohne schlechtes Gewissen!)

Was ich hier eigentlich mit diesem langen Post sagen will? Frauen (auch Männer): Findet euch selbst schön – liebt euch selbst. Und wenn ihr etwas an euch ändern wollt, dann macht es auf eine gesunde Art und auch nur dann, wenn ihr es wirklich für euch selbst tut!

Und ich trinke jetzt meinen 3. Milchkaffee, was mir die „radikal Diät“ von letzter Nacht nämlich verbieten wollte und genieße es!

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11 Kommentare

  1. ilanah777 · August 13, 2014

    Du hast einen schweren langen und intensiven Weg hinter dir. Dazu gehört Stärke und die lese ich aus alle deinen Worten.
    Wunderschön, wenn ein Vater so etwas schreibt. Ich wünschte, ich hätte solche Sätze auch mal hören dürfen.

    Mach weiter so, du bist ein toller Mensch!!
    Liebe Grüsse
    Ilanah

    • ninjaan · August 14, 2014

      Vielen Dank für deine Worte Ilanah!!!

  2. frauvondorf · August 13, 2014

    Hat dies auf frauvondorf rebloggt und kommentierte:
    Danke für diesen Post. Beeindruckend wie du mit dir umgehst.

    • ninjaan · August 13, 2014

      Ich danke dir, frauvondorf, für das Feedback und das Teilen! 🙂

  3. annenieannenou · November 16, 2012

    ninjaan, du bist fantastisch! In jedem deiner Artikel lese ich so viel Stärke, Offenheit, Liebe, so viel berührende Ehrlichkeit, die mich im wahrsten Sinne des Wortes umhaut und sehr beeindruckt.
    Mach weiter so, es ist einfach ein Geschenk für jeden, der auf dich trifft!

    • ninjaan · November 16, 2012

      Ich danke dir für deine Worte!! Ich musste lächeln und wurde fast etwas rot 🙂 Ich hoffe, so wie wohl viele von uns Bloggern, etwas abgeben zu können..ein klein bisschen von unseren Erfahrungen, wenn das hin und wieder gelingt, ist das ein wunderschönes Gefühl!

  4. Ich♥Dich · September 16, 2012

    Ich würde gern so viel zu diesem Artikel sagen, dir danken, dich bewundern, dir meine Geschichte erzählen… und irgendwie weiß ich gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll.
    Vielleicht fange ich einfach mit dem ersten an, was mir eingefallen ist:
    Mein Herz, du bist wunderschön! So ganz ohne aber! Ich liebe dein Gesicht, deine Haare und auch deine Figur. Du bist schön im Ganzen! Und das sind nur die (unwichtigen) Äußerlichkeiten. Von deinem Charakter will ich erst gar nicht anfangen! ❤

    Und du hast meinen größten Respekt dafür, dass du dich nicht (mehr) beeinflussen lässt. Dass du deine Freundinnen ihren Weg gehen lässt und ihre Erfahrungen machen lässt.
    Obwohl wir mittlerweile schon so viel übereinander wissen, hatte ich von diesem Teil deiner Vergangenheit keine Ahnung. Ich bin wirklich erstaunt und hätte das nie gedacht. Ich finde es toll, dass du hier so offen darüber erzählst.

    Ich lasse mich leider noch viel zu sehr beeindrucken, was meine Figur angeht. Anders als du wurde ich aber auch so erzogen. Ich habe ein ziemliches ausgeprägtes Hohlkreuz und dazu noch einen wirklich großen Po. Ich musste lernen, ihn zu lieben. Heute tue ich das. Ich musste mir aber schon von kleinauf an schlimme Dinge dazu anhören. Auch von meinen Eltern.

    Wenn ich Liebeskummer habe, nehme ich immer stark ab. So hatte ich es mal geschafft innerhalb eines halben Jahres 20 Kilo abzunehmen. Plötzlich hatte ich Aufmerksamkeit und Interesse von allen Ecken.
    Noch heute steht meine Mutter manchmal vor mir, macht ein trauriges Gesicht, schnieft und provoziert immer wieder folgenden Dialog:
    Sie: "Ich bin traurig!"
    Ich: "Wieso?"
    Sie: "Weil du mal so schön schlank warst!"
    Was meine Mutter bis heute nicht einsieht, ich habe es nicht gesund geschafft. Anfangs war mein Hunger noch durch den Liebeskummer eingedämmt (mein Negativrekord war eine halbe Krokette und einmal von einem Stück Fleisch abgeschnitten den ganzen Tag über).
    Dann rutschte ich in etwas, was ich im Nachhinein als sehr gefährlich ansehe. Ich habe angefangen, mein Essen abzuwiegen. Alles, was ich an dem Tag zu mir genommen hatte, musste ich im Fitnessstudio wieder abtrainieren. Ich fand es schön, mit einem Hungergefühl ins Bett zu gehen.
    Es war weder Bulimie, noch Magersucht, wie man sie kennt. Aber ich war gestört in meinem Essverhalten.
    Ich merke, dass ich auch heute da immer wieder hineinrutsche. Ich erkenne es zum Glück aber relativ schnell und kann mich selber wieder dazu zwingen, regelmäßig zu essen.

    Doch jetzt, bei EEF, ist es wieder das gleiche. Ich weiß, dass er auf schlanke Frauen steht, als wir damals zusammen waren, habe ich 20 Kilo weniger gewogen und er ist selber sehr sportlich und durchtrainiert. Also stehe ich auch da: "Wenn ich nur schlanker wäre, dann hätte er sich sicher verliebt. Wenn wir uns das nächste mal sehen, dann habe ich vorher ganz doll abgenommen und habe viel Sport gemacht…."
    Ich würde es so gern ändern, weil ich weiß, dass es Quatsch ist. Aber ich kann das nicht. Und ganz eigentlich vermisse ich es auch, wieder so schön dünn zu sein…

    • ninjaan · September 17, 2012

      Ach, meine Liebe! Ich danke für deine Worte! :*
      Ja, das ist in der Tat eines der Dinge, über die wir noch niemals gesprochen haben, auch wenn das Thema Diät ja nun auch schon bei uns Einzug erhalten hat…
      Es ist ein Teil meines Lebens, den ich manchmal einfach vergesse, vergessen will. (Wobei das sehr schwer ist, da ich sobald ich die Tabletten mal vergesse sofort Probleme mit der Speiseröhre bekomme…)

      Als ich deinen Kommentar gelesen habe und vor allem den Teil, in dem du beschreibst was deine Mutter zu dir sagt, war ich traurig. Die Eltern sind so wichtig, was nützt es, wenn dir 100 Freundinnen sagen, dass du wundervoll bist, wie du bist, wenn die Liebsten es nicht sagen. Natürlich wird deine Mutter das nicht mit böser Absicht sagen, sondern weil sie das Beste für dich will. So wie die Mutter einer anderen Freundin, sie seit wenigen Monaten nun ständig drängt zu heiraten und sogar schon geweint hat, weil meine Freundin mit Ende 20 (!) noch immer Single ist. Manchmal glaube ich auch, dass es gut wäre, offen mit ihnen zu sprechen. Sich in einer ruhigen Minute mit ihnen hinzusetzen und zu erklären, was diese kleinen Worte mit einem anrichten, wie man sich dabei fühlt. Vieles können Eltern nicht sehen oder erahnen, auch wenn man ihnen das noch so oft unterstellt..

      Was du da beschreibst kann definitiv unter Essstörung verbucht werden und zählt im Grunde mit zur Bulimie – man erbricht sich zwar nicht, treibt aber Sport „bis zum Erbrechen“ um das Gegessene wieder los zu werden. Das wichtigste ist, dass es dir bewusst ist! Das ist schon ein guter Anfang! Manchmal ist es ein Zwang sich zusammen zureissen, aber es ist ausnahmsweise ein guter Zwang – denn alles Extreme (Extrem Essen, extrem Hungern etc) schaden dem Körper. – und langfristig helfen sie selten.

      Ich würde dich gerne davon überzeugen können, dass du wundervoll bist, wie du bist. Und das du niemals für einen Mann abnehmen solltest – du sollst dich selbst schön finden, dich selbst lieben und glaub mir, der Richtige wird dich dann auch so wollen. EEF wollte dich immer, auch wenn er mal was blödes sagt, denke ich, ist es eher wie bei deiner Mutter, unbewusst.

      Mein Vater sagt immer: Ich kann nicht, gibts nicht! 🙂 Wir müssen nur wollen :*

      • Ich♥Dich · September 17, 2012

        Hach und nun danke ich dir für deine Worte! ❤
        Ich werde versuchen da mehr dran zu denken, dass man ja eigentlich so sein sollte, wie man sich selber wohl fühlt und nicht wie andere einen gern hätten.

        Das mit meinen Eltern ist schon hart, aber tatsächlich kann man sich daran gewöhnen. Mittlerweile gehe ich dann einfach weg oder lege das Telefon auf. Ich habe schon oft versucht mit meiner Mutter im Ruhigen zu reden. Nicht nur darüber, sondern auch über andere Sachen (sie klammert zum Beispiel ganz schlimm und ruft am liebsten täglich an und will ALLES von mir wissen. Auch die ganz intimen Dinge.). Wenn sie mich nicht erreicht, ruft sie dann auch schon mal Freunde von mir an.
        Sie kann (und will?) sich einfach nicht so recht ändern.
        Selber ist sie auch sehr schlank und hat es wohl nie verkraftet, dass ich da eher nach Papas Seite komme. Als ich damals aber weniger als sie gewogen hatte, hatte sie plötzlich nur noch schlechte Laune. Das wurde ein regelrechter Wettkampf "Wer wiegt weniger?". Auch sehr ungesund.
        Meine Mutter an sich ernährt sich aber auch sehr ungesund und lässt so viele Mahlzeiten aus wie möglich.

        Aber ich sehe schon, mit dir an meiner Seite könnte das wirklich was werden mit der besseren Selbstwahrnehmung! :-*

  5. gedankenfest · September 15, 2012

    Ich finde deine Worte sehr berührend und bewundere dich für deine Reaktion heute Morgen.

    Ich bin übrigens davon überzeugt, dass Schönheit etwas mit Ausstrahlung zu tun hat. Da die Ausstrahlung maßgeblich mit dem Inneren und dem eigenen Wohlfühlen zusammen hängt, kommt die wahre Schönheit für mich auch von innen. Man kehrt sie dann durch seine Ausstrahlung nach außen.

    Ich habe auch durch ungesunde Methoden, eine Radikal-Diät, etliches an Gewicht verloren. Und ich kann mich auch heute noch nicht gänzlich von dem Schönheitsideal freimachen, aber ich bin auf einem guten Weg.

    • ninjaan · September 17, 2012

      Ich danke dir 🙂
      Meine Reaktion an diesem Morgen ist sicher das Resultat meines langen Weges und der eigenen Zufriedenheit mit mir selbst, auch wenn sie noch hin und wieder ins Wanken gerät.

      Ich wünsche dir, dass du weiterhin auf dem guten Weg bleibst. Wichtig ist, sich wohl zu fühlen, sich selbst zu mögen und wenn man etwas ändern möchte, dies auf eine gesunde Art tut!

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