Verlorene Zeit

Ich bin erstaunlich still, oder? Dafür, dass ich nichts wirklich tue, die Arbeit auf meinem Schreibtisch überquillt, ich die Uni schon zwei Tage habe ausfallen lassen und die meiste Zeit einfach zuhause verbringe, schreibe ich so gut wie nichts. In zwei Wochen 3 Artikel, das war schon mal anders. Die Kopfschmerzen haben ein wenig nachgelassen und ich schlafe wieder ein wenig, aber die Leere, die Leere in mir, verschwindet nicht.

Und so bleiben mir die Worte im Hals stecken, die Gedanken finden keinen Weg meinen Kopf zu verlassen…Schweigen, darin bin ich zurzeit ganz groß. Ich will niemanden langweilen, nicht meine Blogleser, nicht meine Freunde. Es ist doch alles gesagt, worüber sollte ich jetzt noch sprechen? Nur um mich zu wiederholen, denn nichts anderes als Wiederholungen habe ich im Kopf?

Ich kann gerade weder vor noch zurück, ich erlebe einen Stillstand, der mir bis dato unbekannt war, das Erschreckende dabei, die Zeit vergeht dennoch. Der Kalender zeigt den 14. Oktober an – wo sind die ganzen Tage, die Stunden geblieben?

Jeder Tag den ich nicht mit Leben fülle, den ich ohne Ziel verstreichen lasse, ist ein verlorener Tag, der niemals zurückkommt.

Doch auch diese Gedanken sind kein Antrieb, können mich nicht aus diesem Loch befreien in dem ich mich gerade befinde, im Gegenteil, sie lähmen mich zusätzlich.

Selten hat mir die Endgültigkeit einer Sache so zugesetzt.

Wieviel Tage muss ich noch verschwenden, wieviele Stunden noch schweigend mit mir selbst verbringen?

Und warum fehle ich dir nicht?

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19 Kommentare

  1. kenlovesbarbie · Oktober 21, 2012

    Ohje, geht’s Dir etwa wie mir? Ich würde gern helfen, aber wie kann ich das tun?
    Kopf hoch, es geht weiter;)!!!

  2. morgenrot · Oktober 16, 2012

    Ich denke, auch die Zeit, in der man einmal leise ist, sich nicht bewegen kann, der eigenen Antriebslosigkeit nachgibt, ist keine verlorene Zeit, solange man sich dabei wahrnimmt. Schreiben hilft vielleicht bei diesem Gefühl des Stillstandes. Worte bewegen. Auch wenn sie sich wiederholen, gefühlt im Kreise drehen. Und du schreibst für dich und nicht einer bloggerwelt zu Gefallen. Auch ich lande in meinem blog immer wieder an dem gleichen Punkt, und dennoch bin ich für mich immer ein Stück weiter, erfahrener. Ich fühle die Nuancen. Der ein oder andere Leser sicher auch. Und wer es nicht mehr hören (lesen) mag, braucht es nicht zu tun. Ganz lieben Gruß morgenrot

  3. Sombreronick · Oktober 15, 2012

    Hi – echt nicht den Mut verlieren! Im Buch „Der längere Atem“ (von Georg Leonard) geht es genau darum, dass du im Leben immer wieder auf Plateauphasen stößt, die sich zwar unangenehm anfühlen, die aber eine wichtige Vorlaufzeit für den nächsten Schritt sind. Warte ab, die Energie kommt sicher bald wieder 🙂 LG!

  4. Rebell · Oktober 15, 2012

    Ich lass dir mal liebe Grüße da und hoffe dir gehts bald besser!

  5. Ich♥Dich · Oktober 15, 2012

    Mir kannst du jeden Tag zehn Mal das Gleiche erzählen, wenn es dir hilft! Das Problem ist, dass du dann nur zehn Mal die gleichen Antworten ertragen müsstest. Wenn dich das auch nicht stört, dann ist ja alles klar! 😉

    Und vielleicht musst du dich erst einmal leer fühlen, um gesund zu werden. Damit dein Herz jetzt im Stillen heilen kann. Ohne noch mehr Schmerz.
    Es wird besser. Das verspreche ich dir! Warte nur ab!

    Und wenn er dich wirklich so ganz und gar nicht vermisst, ist er ganz besonders dumm! Dich muss man einfach vermissen, wenn du dich länger nicht meldest! ❤

    • ninjaan · Oktober 15, 2012

      Danke mein Herz!
      Ich weiss, irgendwann wird es besser, das ist wie ein Naturgesetz…

  6. triodia · Oktober 14, 2012

    Du langweilst uns nicht!! ❤
    Und ich denke es ist ein Irrglaube unserer Zeit, dass wir jeden Tag füllen müssen, besonders machen müssen und jeden Tag genießen müssen.
    Manchmal braucht man den Stillstand und den Rückzug..und irgendwie auch das Leiden..So ein bisschen wie man auch den Winter und die Nacht braucht…
    Gönn dir doch die Zeit, um etwas traurig und schwach und tatenlos zu sein. Es belibt ja nicht ewig so. Und du weißt, dass deine Freunde da sind und du uns nicht langweilst, egal wie oft du uns auch von deinen Gedanken erzählst :*

    • triodia · Oktober 14, 2012

      Und vielleicht fehlst du ihm nicht, weil einem Stein nichts und niemand fehlen kann…

      • ninjaan · Oktober 15, 2012

        Danke meine Liebe :*
        Ich bin froh euch alle zu haben!
        Die Erklärung ist schön…nur leider ist er nicht ganz so ein Stein, wie es für so etwas nötig wäre … 😦

  7. Träumerin · Oktober 14, 2012

    Die letzte Frage ist die quälendste. Dabei weiß man ja die Antwort.

    • ninjaan · Oktober 15, 2012

      Die man sich, oder ich mir, nicht eingestehen will…

      • Träumerin · Oktober 15, 2012

        ….aber irgendwann leider eingestehen und vor allem akzeptieren muss, damit es weitergehen kann…

  8. Lenisa Wren · Oktober 14, 2012

    Warum kommt mir das so bekannt vor? 😦

    • ninjaan · Oktober 15, 2012

      😦
      Das Gefühl wünsche ich keinem…hoffentlich haben wir es bald überwunden!

      • Lenisa Wren · Oktober 16, 2012

        Wenn ’s wenigstens nicht so viel Lebenszeit in Anspruch nehmen würde. Aber irgendwie habe ich ständig das Gefühl, von Flashbacks übermannt zu werden. Und die nerven ganz gewaltig.

        Ich wünsche dir nur das Beste. 🙂

  9. christiangrotheer · Oktober 14, 2012

    Vielleicht, weil du auf keinem falschen Weg bist und man nie tiefer fallen kann als bis auf den Grund der Dinge…

    • ninjaan · Oktober 15, 2012

      Fallen war nicht schwer… ich hoffe der Aufstieg wird wieder leichter.

      • christiangrotheer · Oktober 15, 2012

        Das ist schwer zu sagen, aber Versuch macht klug 🙂 mach was drauss…

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