Im Traum

Ich träume nicht. Jedenfalls keine guten Träume. Ich habe grundsätzlich Albträume oder sagen wir, ich kann mich immer nur an die Albträume erinnern, ich bin noch nie aufgewacht und dachte „Oh, was für ein schöner Traum! Ich will am liebsten weiterschlafen!“, ich kenne nur „Puh…ich bin wach! Das war alles nur ein Traum.“ Wenn ich morgens auchwache und keine Erinnerung an einen Albtraum habe, bin ich wesentlich ausgeschlafener, ich nenne das meinen „traumlosen“ Schlaf, den liebe ich und habe ihn doch viel zu selten.

Als Amin die Nacht neben mir schlief, hatte ich keinen Albtraum, jedenfalls kann ich mich nicht erinnern. Ich habe ruhig und fest geschlafen, das war eine Wohltat! Sieben Stunden am Stück, ich kann mich nicht daran erinnern, dass einmal die letzten Wochen/Monate getan zu haben.

Letzte Nacht habe ich geträumt, aber es war kein Albtraum und ich erinnere mich, obwohl ich mich nach dem Aufwachen aus diesem Traum noch einmal umgedreht habe, um noch etwas zu schlummern.

Ich war in einer Stadt, irgendwo, aber ich schien mich auszukennen, ich fühlte mich nicht verloren, dort wo ich war. Und dann sah ich ihn, Yaya. Er war nicht allein sondern in Begleitung einer jungen Frau. Ich erinnere mich in meinem Traum kurz innegehalten zu haben:“Empfinde ich einen Stich in meinem Herzen? Macht mich der Anblick traurig?“ Ich glaube ich fühlte ein wenig Traurigkeit, aber keine die mich lähmte. Ich rief seinen Namen. Er drehte sich zu  mir um, schüttelte mit dem Kopf und ging einfach weiter. Weil es ein Traum war und nicht die Realität, hielt mich seine Reaktion nicht davon ab, hinter ihm her zugehen, ihn an der Schulter zu fassen und ihm so etwas ähnliches wie „Sei nicht albern jetzt, bitte, nur einen Moment.“ zu sagen.

In meinem Traum senkte er den Blick, wie er es immer tat, wenn er einer Situation lieber entkommen wollte, als sich ihr zu stellen. Er schwieg und so begann ich zu sprechen. Ich sagte ihm, dass es mir leid täte, dass ich ihn nie angreifen wollte. Als er auch darauf nicht wirklich reagierte, holte ich tief Luft und sagte:“ I met someone, Yaya…“ Dann endlich sah er mich an, lächelte und fragte mich, ob ich glücklich wäre. Ich nickte nur. Er umarmte mich und sagte so etwas wie: „I always wanted u to be happy, Ninjaan.“ Ich erwiederte seine Umarmung, sagte ihm, dass er immer jemand besonderes sein würde – dann drehte ich mich um und ging.

Ich drehte mich noch einmal um und sah ihn, so wie ich ihn immer am Bahnhof gesehen hatte, Mütze tief ins Gesicht gezogen, Kopfhörer um den Hals, Rucksack auf dem Rücken.

Dann wachte ich auf, mit einem Lächeln.

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6 Kommentare

  1. Ich♥Dich · Februar 6, 2013

    Da weine ich dann doch glatt erst mal eine Runde. Das ist so schön! Es klingt so, als wärst du mit Yaya versöhnt. Innerlich… irgendwie. Und ich freue mich so unendlich für dich. Wegen Amin, wegen Yaya, wegen der schönen Nacht, wegen allem! ❤

    • ninjaan · Februar 6, 2013

      Nicht weinen mein <3!! Ja, irgendwie fühlte es sich so an.. Und ich danke dir… :*

  2. Lenisa Wren · Februar 6, 2013

    Erinnert mich an die erste Nacht in meinem neuen Heim, als ich zum Liebsten zog. So gut schlief ich mein ganzes Leben nicht.

    • ninjaan · Februar 6, 2013

      Es ist manchmal kaum zufassen, was das ausmachen kann 😀

  3. triodia · Februar 5, 2013

    Ich freue mich für dich, Ninjaan. Genieße es!

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