Jordanien: Reiseroute

So, wie versprochen werde ich nun etwas von meiner Reise berichten. Da alles auf einmal den Rahmen eines Artikels absolut sprengen würde, beginne ich einfach mal mit einer kurzen Zusammenfassung.

Hier erstmal eine Karte von Jordanien (und Israel/Palästina) damit ihr euch ungefähr vorstellen könnt, wie die Route aussah:

detailed_administrative_and_political_map_of_jordanEntschuldigt bitte die eher „stümpherhafte“ Einzeichnung meiner Reiseroute, aber ich bin einfach nicht so gut mit diesen Programmen (und mir fehlt auch irgendwie die Geduld dazu) – aber ich hoffe man kann es dennoch ganz gut erkennen.

Gelandet bin ich Montag Nacht in Amman auf dem gerade neu eröffneten Queen Aliyah Flughafen. Auf dem ich geschockt feststellen musste, dass er zwar schön ist, aber man wohl das Einbauen von Laufbändern (wie in allen größeren Flughäfen vorhanden) für überflüssig hielt. Was für viele vielleicht nicht so das Problem ist, war für mich nach einer 12 stündigen Reise mit meinem Kreuzbandriss doch ziemlich…“bescheiden“. Es waren auch weit und breit kein Flughafenpersonal zu finden und so humpelte ich (wobei humpeln eigentlich noch zu gut klingt) die langen Wege durch den Flughafen bis hin zum Ausgang. Wenigstens wurde ich hier nicht, wie sonst am Ben Gurion Flughafen, auch noch stundenlang aufgehalten!

Die ersten 3 Tage verbrachte ich dann mit Amin und seiner Familie in Amman. Wirklich viel sah ich nicht, da der Arme gleich an meinem 2. Tag eine 24 Stunden Schicht im Krankenhaus hatte und ich so (nicht ganz unglücklich darüber!), meinen 2. Tag im Hause seiner Großmutter, im schönen Stadtteil Shmeisani, auf dem Balkon verbrachte. (Ausruhen war angesagt!)

Dann machten wir uns, gemeinsam mit seiner Tante Hana (die ich in diesem Monat unglauchlich ins Herz schließen sollte – wie und warum werde ich später einmal berichten) auf den Süden des Landes zu erkunden. Sie war einmal Reiseführerin gewesen und war eigentlich die perfekte Begleitung. Eigentlich – weil wir ja nun lieber allein gewesen wären. Aber es war klar, dass daraus nicht viel werden würde…

Mit dem Mietwagen ging es auf nach Ash-Shawbak. Ein relativ kleiner Ort, nicht wirklich viel Tourismus, aber mit einem alten Schloß auf einem der schönen Hügel und einem Hotel, das „Höhlenzimmer“ verspricht! (Fotos gibts später gesondert!)

Nach einer Nacht mit Tante Hana im Höhlenzimmer und Amin nur 10 Meter von mir entfernt, aber in einem anderen Raum, machten wir uns am nächsten Tag nach Petra auf. Für Nicht Jordanier kostet der Eintritt 50 Dinar (1 Dinar = ca. 1,10) – ich war empört und wollte handeln – keine Chance… Trotz allem ist Petra eine der beeindruckendsten Plätze die ich jemals gesehen habe (nur Persepolis in Iran kann das noch toppen!) (Fotos…später 😉 )

Wir verbrachten den ganzen Tag in Petra, für die Übernachtung wollten wir allerdings nach Wadi Rum.

Dort gab es eine nette Feier, mitten im Wüstencamp, tolles Buffet und doch ziemlich komfortable Zelte mit Betten drin. Am nächsten Morgen um 8 Uhr machten Amin und ich uns allein auf, eine Jeeptour durch das Wadi zu machen – ATEMBERAUBEND!

Mittags machten wir uns erschöpft und hungrig auf nach Aqaba – nach der Wüste kommt das Meer! Und ich bin verliebt in Aqaba! Während die meisten Jordanier die ich traf, nicht so viel von der Stadt hielten, fand ich es toll! Bunt, grün nicht zu groß und wesentlich bessere Luft als in Amman! Einfach herrlich!

Am frühen Abend machten wir uns dann auf, zurück nach Amman – ich habe selten so viele schwere Unfälle gesehen wie auf diesem Weg…doch recht beängstigend. Aber Amin ist ein guter und vor allem besonnener Autofahrer. Uns ist nichts passiert!

Die nächste Woche verbrachte ich mit Amin in Amman und wir taten Dinge, die Paare halt so tun. Ins Cafe gehen, Fußball spiele zusammen sehen oder einfach gemütlich gemeinsam auf dem Balkon sitzen und einfach nur genießen.

Dann machte ich mich auf für meinen Kurztrip nach Israel Palästina (Amin flog in der Zwischenzeit mit seinen Cousins nach Dubai um einmal in seinem Leben seine Lieblingsband (Metallica) live sehen zu können).

Ich nahm ein Taxi zur Allenby Bridge und wurde auf der jordanischen Seite wie eine Prinzessin behandelt und mit Kaffee, Gebäck und Zigaretten versorgt, bis es endlich rüber zu israelischen Seite ging. Dort war´s dann vorbei mit dem Prinzessinen Leben. Ich durfte mich, als einzige aus unseren „Schwung“ mit den Sicherheitskräften in die Kabine begeben und ausziehen. Was wäre auch eine Reise dorthin ohne mindestens einmal die Hüllen fallen zu lassen? Ich frage mich schon gar nicht mehr, warum gerade ich…so mit Krücke und lahmen Gang…und nicht einer der jungen Männer mit Kufiya (auch bekannt als Palästinenserschal)…

Ich verbrachte einen tollen Tag mit einem Freund in Jerusalem (sogar etwas action war dabei…dazu aber später mehr!) und fuhr anschließend mit dem Bus nach Haifa zu meiner Freundin. Dort verbachte ich 2 tolle Tage und traf viele ihrer Freunde. Haifa ist meine Lieblingsstadt in Israel – nirgendwo ist es so schön wie dort! Gemeinsam fuhren wir anschließend zurück nach Jerusalem, um weitere Freunde zu besuchen und von dort aus ging es für mich zurück zur Grenze.

Die Geschichte mit dem Grenzübergang:

Ich hatte ja nun ein Double entry Visa, von dem man aber nicht sicher sagen konnte, ob es überhaupt eins war (konnte keiner entziffern) und auch das Gültigkeitsdatum war äußerst fraglich. Ich blieb aber zuversichtlich und fuhr zurück zur Allenby/King Hussein Bridge und: hatte dort keine Probleme! Es wurde auch nichts gestempelt. Klartext: Es wird kein double entry Visa für diesen Grenzübergang benötigt! Wer einmal das Land hierüber verlässt kann, solange das Visa gültig ist, wieder darüber einreisen! Bedeutet: Die Jordanische Botschaft hat mir einach mal 20 Euro zuviel abgeluxt!!!

Bis zu meinem letzten Tag genossen wir die Zeit in Amman, ich wollte schließlich nicht nur reisen, sondern auch die Zeit mit Amin in Ruhe auskosten – einfach ein Paar sein können, was bei einer Entfernung von über 3124km nicht immer gerade einfach ist. Wir gingen gemeinsam ins Kino (Oblivion, würde ich jetzt nicht unbedingt weiterempfehlen…), gingen Essen, trafen Freunde usw.

An meinem letzten Tag dann, fuhren wir noch in die antike Stadt Jerash, nördlich von Amman. Sehr sehenswert!!!

So, das war nun eine kurze Zusammenfassung. Fotos und detaillierte Berichte gibts die nächsten Tage. Ach und als kurze Info: Meine OP wurde verschoben, weil mir DE eine kleine Bronchitis verpasst hat -DANKE! o.O

 

 

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4 Kommentare

  1. janavar · Mai 12, 2013

    Das klingt nach einer tollen Reise! Ich bin auf die Fotos und noch mehr Berichte gespannt 🙂

    • ninjaan · Mai 13, 2013

      Ja, das war es auf jedenfall!
      Fotos kommen dann ab morgen – heute war ich „homeland“ süchtig und musste die Staffel zu Ende schauen 😉

  2. brokensoulslife · Mai 11, 2013

    Willkommen zurück 🙂 freut mich das du eine so schöne Zeit hattest!

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