Und ein Sozialarbeiter Herz weint leise

Yaya: Wir haben den Song fast fertig. Dein Jugendlicher hat auch schon die Lyrics!

Ninjaan: Ach ehrlich! Schick mir das Demo bitte!

Yaya: Ja, wenn wir seinen Part haben, aber das kann dauern.

Ninjaan: ?

Yaya: Das Studio ist ständig geschlossen, seit du die Jungs verlassen hast läuft da…

Ninjaan: Bitte sag das nicht… Ich hatte gar keine Wahl..

Yaya: Ich weiß, aber…

Das sitzt. Auf so etwas kommt Yaya nicht von alleine, dass muss ihm der entsprechende Jugendliche so gesagt haben, denn persönlich war Yaya seit damals nicht mehr im Studio. Es sitzt, weil ich all mein Herzblut in dieses Studioprojekt gesteckt habe. Ich habe es geplant, Gelder beantragt, Werbung gemacht, die Materialien besorgt und nächtelang mit Yaya versucht alles zum Laufen zu bringen. Seitdem sind was 2 Jahre vergangen. Viele Jugendliche haben riesen Fortschritte gemacht, haben eigene Musikvideos, schreiben ihre Lyrics mittlerweile ohne jede Hilfe.

Ich hatte schon oft die leise Befürchtung, dass es nun, da ich nicht mehr da bin, ständig dafür sorge, dass irgendjemand kommt und das Studio öffnet (also Fachleute/Musiker) oder dies auch mal selbst in die Hand nehme und am WE arbeite, etwas abflaut. Aber das es mittlerweile so schlimm ist, das ein Jugendlicher, wie eben dieser der mit Yaya nun einen Song macht, anmerkt, dass ohne mich nichts läuft, dass hätte ich nicht erwartet.

Das macht mich traurig, es ist ein gutes Projekt, eins in das man eben viel Arbeit stecken muss – aber das war es immer wert.

Vielleicht zeige ich euch irgendwann mal das tolle Lied, dass meine Kids gegen Rassismus aufgenommen haben… ich hoffe es war nicht das Letzte…

Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss ein wenig trauern – am Besten still und leise, ich habe da nämlich eh nichts mehr zu sagen… 😦

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Die Wiedervereinigung

Oh du mein Liebstes! Wie lange haben wir uns nicht gesehen? Ich habe deinen Duft vermisst, so sehr!

Ich habe es vermisst es mir bei dir gemütlich zu machen, die unzähligen Knöpfe in deinem Innenraum, die mich so sehr an KIT von Knight Rider erinnern, zu bedienen und bei schönem Wetter „oben ohne“ mit dir zu verreisen. Ich habe den miserablen Sound deines Soundsystems vermisst, der so gar nicht zu deiner „schick/sportlichen“ Erscheinung passt.

Mein geliebtes Auto, 8 Monate sind es her, dass wir beide das letzte Mal gemeinsam „On the road“ waren . 8 Monate (!) bis heute! Wie hast du mir gefehlt, wie habe ich das Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit vermisst. Du, mit dem ich der Enge dieser Kleinstadt jeder Zeit entfliehen konnte…

Und alle haben sie geunkt, du hättest diese lange Trennung dort in der dunklen Höhle nicht überlebt, seist sicher völlig daneben – aber ich wusste sie haben nicht Recht. Ich wusste, in dem Moment in dem ich mich wieder in deine Sitze werfe und den Startknopf drücke wird alles wieder gut sein zwischen dir und mir! Und genau so war es auch! Ohne Mucken, ohne Fehlermeldung hast du mich quer durch die Stadt gebracht, warst geduldig mit meinem, immer noch, zaghaftem Fuß/Bein und hast nicht einmal aufgemuckt!

Und weil du so toll bist, möchte ich dir heute sagen, dass du, abgesehen von Amin, definitv die beste Entscheidung meines Lebens warst und ich dich niemals einfach weggeben werde, so wie die Anderen! Versprochen!

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Ninjas können auch trottelig sein!

„Why ninjaani, Whyyyyyyyyy? Why dont u take more care of urself??“

„I dont know… dont be mean now, I have pain!“

„I cant believe it…“

„Be nice Aminu! I´m a ninja!“

„Ninja? Ninja are never clumsy!“

„Pfff! Of course they are sometimes!“

 

Das Treppenhaus ist frisch gewischt. Ich weiß das und hangele mich gekonnt in meine Wohnung. Dort beginne ich Wäsche zu sortieren und… genau! Und vergesse nach 5 Minuten, dass das Treppenhaus frisch gewischt ist! Beschwingt mache ich mich mit dem Wäschekorb auf zur Waschmaschine, in der Wohnung meiner Mutter. Auf halbem Weg geschieht es. Ich rutsche weg. Kann es gerade noch meistern nicht nach vorne zu fallen (direkt auf´s Knie) und lasse mich nach hinten kippen, leider zum Teil aufs rechte Knie.

Ein Schmerz durchfährt mein Knie und vor Schreck beginne ich zu schreien. Bitte, bitte nicht das neue Kreuzband!

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(Der Schmerz ist erträglich und noch kann ich beugen und strecken – es müsste also noch heile sein. Mittwoch gehts zum Arzt… 😦  )

Das Glück

Wir sitzen im Auto und fahren durch das nächtliche Amman. Trotz des teilweise tödlich anmutenden Verkehrs habe ich mich entspannt in meinen Sitz zurückgelehnt . Du bist der einzige Fahrer, ausser mir selbst natürlich, bei dem ich mich absolut sicher fühle, selbst bei diesem Verkehr, vor dem sogar das Auswärtige Amt warnt. An jeder roten Ampel sucht deine Hand, wie selbstverständlich, die meine und hält sie fest, so fest, dass ich manchmal glaube, du hättest Angst ich könnte in der nächsten Sekunde aus dem Auto springen und für immer weg sein. Wenn du fährst sehe ich immer wieder zu dir hinüber, dein Profil bezaubert mich und ich könnte dir bis in alle Unendlichkeit sagen, wie wunderschön du für mich bist.

Immer wieder streiche ich dir sanft über die Wange, du lächelst und ein Grübchen zeichnet sich vorsichtig ab. Vor etwa einem Jahr schrieb ich über meine Angst vor dem „Ankommen“ und nun sitze ich hier neben dir, in einem fremden Land, in einem gemieteten Auto und fühle mich so angekommen, dass ich bereit wäre, für immer mit dir so weiter zu fahren, niemals anzuhalten oder auszusteigen, nur du und ich, hier an diesem Ort oder einem Anderen, es spielt keine Rolle. Plötzlich fühle ich das Zuhause, nach dem ich mich so lange heimlich gesehnt hatte. Es ist hier, an deiner Seite.

Und plötzlich überkommt sie mich, die Angst, die pure Panik. Mein Herz schlägt schneller und mir wird abwechselnd heiß und kalt. Nein, ich habe keine Angst vor uns oder vor dem was ich fühle, ich bin kein runaway mehr. Ich habe plötzlich unsägliche Angst dich zu verlieren, nicht genug Zeit mit dir verbringen zu können, getrennt von dir zu sein. Unzählige Gedanken schieße mir durch den Kopf. Ich beginne zu zittern, du spürst es, fährst rechts ran, nimmst mein Gesicht in deine Hände und küsst mir sanft die Tränen von der Wange, die sich unbemerkt gelöst hatten. Ich schmiege mich hilfesuchend an dich und kann meine Gefühle nicht in Worte fassen. Aber das muss ich auch nicht, du schützt mich und fragst nicht nach. Du bist mein Retter, das warst du vom ersten Moment an. Auch dir laufen die Tränen über die Wange. Wir brauchen eine Weile um uns zu beruhigen. Danach fahren wir wieder in die Nacht, du und ich und es dauert nicht lange bis wir uns wieder anlächeln.

Doch die Angst ist plötzlich da und verschwindet nicht mehr. Wann immer du in ein Auto steigst sorge ich mich um dich und schicke leise Stoßgebete in den Himmel, ER möge dich  mir heile zurückbringen. Als ich selbst Tage später in das Flugzeug steige, beginne ich wieder zu zittern. Ich hatte niemals Flugangst, jetzt habe ich sie. Was wenn mir etwas passiert? Was wenn ich dich nie wieder sehen kann? Habe ich dir alles gesagt? Habe ich dir alles gegeben? Gerade als ich mein Handy für den Abflug ausschalten will, rufst du noch einmal an. Deine Stimme zittert, Als ich dir nach der Ankunft schreibe antwortest du innerhalb einer Millisekunde – wir sind beide erleichtert.

Du bist mein wertvollster Schatz, erst mit deinem Erscheinen konnte ich all meine alten Ängste fortwischen, wie alten Staub, der sich mit den Jahren leise, aber stetig über mich gelegt hatte. Mit dir bin ich so frei, ohne jede Scham, ohne Verheimlichungen. Ich glaubte immer Freiheit würde bedeuten ungebunden zu sein, aber vielleicht bedeutet frei sein auch, sich fallen lassen zu können?

Ich habe geglaubt ein solches Glück, wäre nicht für mich bestimmt. Ich habe nicht einmal mehr darauf gehofft. Und jetzt ist es da, es umhüllt mich, vollendet mich. Immer wieder wenn ich dich ansehe, bin ich so erfüllt davon, dass es mich beinahe erschreckt. Kann soviel Glück sein? Wo ist der Harken? Was wird schief gehen? Kann jemandem wirklich so viel Glück wiederfahren? Jemandem wie mir? Uns?

Noch nie war mir etwa so wertvoll und lieb in meinem Leben, noch niemals hatte ich solche Angst etwas zu verlieren.

Und weil das so ist und weil ich mir niemals so sicher war, habe ich nicht eine Sekunde gezweifelt, dir vor dem Gott unseres Herzens, mein Leben anzuvertrauen. Weil wir daran glauben, dass wir einander ein Geschenk von Ihm sind, fehlte uns nur noch sein Segen. Der Segen der uns schützen soll, vor allem was kommen mag.

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Was es in Jordanien nicht alles gibt…

Da bin ich wieder! Das klingt so fröhlich, nicht wahr? Bin ich eigentlich gar nicht. Wobei, doch, ich bin es! Ich bin glücklich wenn ich mich an die wundervolle Zeit erinnere. 12 Tage in denen wir jede Sekunde ausgekostet haben und manchmal erst dann schliefen, wenn wir uns vor Erschöpfung nicht mehr auf den Beinen halten konnten. Wir sind in den Süden ans Meer gereist, haben einen Ausflug in den Westen gemacht und Amman bei Nacht erkundet. Die Unbeschwertheit konnten wir uns bewahren, bis zur letzten Minute, als ich durch die Passkontrolle musste. Dann war es wieder um uns geschehen, der 3. Abschied – wir hoffen beide, dass es nun der Letzte war.  (Daumen drücken erwünscht! ^^)

Weil ich nicht besonders gut darin bin, ausführliche Reiseberichte zu schreiben, gibt es auch diesmal nur ein paar Bilder. Wer gerne mehr über Jordanien wissen möchte: Einfach fragen 😉

Beginnen wir mit etwas zum Schmunzeln: 

Wenn man nichtsahnend in Amman mal in eine Seitenstraße abbiegt – versperrt schon mal eine Ziegenherde den Weg. 

 

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In Aqaba machen Kamele ihre Mittagspause auf den kleinen Grünstreifen, zwischen den Straßen und Polizisten (hinten links) glauben du wärst ein ausländischer Spion, der sie fotografiert – weil sie das Kamel gaaar nicht gesehen haben vorher….ist ja so gut getarnt da… 😉 

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Amman hält den Weltrekord in „gigantisch große Falafel backen“

 

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Thrombosestrümpfe im roten Meer! 

 

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Ninjaan´s Song!

Jaaa! Ich habe einen Song, einen Ninja Song! Nein, den hat keiner für mich geschrieben – obwohl ich könnte Yaya ja mal drum bitten -.-  Aber das wäre ihm wahrscheinlich nicht „serious“ genug. Und weil, egal was er da schreiben und rappen würde, es eh nicht besser klingen könnte als dieser Song hier, bin ich auch so ganz zufrieden.

Hier ist mein Ninjaan Song:

Classified: Inner Ninja

Ninjaan ist dann mal weg

Sooooo, in etwa 28 Stunden geht mein Flug nach Jordanien! Endlich!

Weil ich aber von Frankfurt aus fliege (der einzig bezahlbare Direktflug) gehts heute schon mit meinem Vater nach Köln. Für die nächsten 2 Wochen sind Amin und ich endlich wieder zusammen! Ich zähle schon die Minuten!

Ich wünsche euch allen einen tollen Juli!

Bis bald! ninja-love-1-jpg