Sonne, Meer, Ramadan und die Suche nach Stabilität

Es ist Ramadan!

An alle meine muslimischen Leser und Leserinnen:

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Und in diesem Sinne:

Der Liebende findet das Licht nur, wenn er brennend
wie eine Kerze sich selbst verzehrt, 

Fariduddin Attar

Trotz Ramadan und gerade aufgrund unserer immer noch Recht „un-zufriedenstellenden“ Ausgangslage (Probleme -weiterhin- mit der Approbation und der Stellensuche, mein Vertrag ist gekündigt zum September…) haben wir uns entschlossen einen gemeinsamen Kurzurlaub zu unternehmen. Wann immer wir konnten haben wir in den letzten Monaten unser Geld zusammengekratzt, um auch einmal etwas anderes zu sehen. Raus kamen dabei bisher: Brüssel, Hamburg und Berlin. Jedesmal war es schön und doch kurz (3 Tage maximum!). Wir beide gehören zu dem Typ Mensch für den eine Kurzreise eine Entschädigung und eine Erleichterung ist, für all das, was nebenbei so schief läuft.

Nun ist in wenigen Tagen unser erster Hochzeitstag und den wollen wir, so hatten wir es einander versprochen, jedes Jahr, zumindest die Nacht, in einem Hotel verbringen. Gemessen an unserer derzeitigen Stimmung war aber eine Nacht im Hotel nicht genug und so freuten wir uns über den Lohnsteuerjahresausgleich und buchten, was wir uns nie zu träumen gewagt hätten: Einen „all inc. Kurzurlaub“ im Süden der Türkei.

 

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Donnerstag Abend geht es los. Wir sind happy und mit der Aussicht auf ein paar wundervolle Tage, weitab von Deutschland, dass uns in den letzten Monaten soviel Ärger, Kummer und Ungnade hat zuteil werden lassen, fällt das Fasten auch leichter als gedacht.

Auf Reisen darf man fasten, man muss aber nicht und kann die Tage später nachholen (ausser man bleibt länger als eine bestimmte Anzahl von Tagen – meist 10- an einem Ort.) – wir machen wohl von letzterem Gebrauch. Allahu alem!

Wenn wir zurück sind, hoffe ich, dass es bald bergauf geht. Der Druck, dass alles irgendwann doch einmal klappen muss, lastet doch schwer, auf Amin und auf mir.

In wenigen Wochen mehr + Urlaubsfotos! 😉

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Wenn ich ein Mann wäre…

Ich sage ihnen ganz ehrlich, weil Ehrlichkeit ist mir wichtig müssen sie wissen, dass ich sie in Anbetracht ihrer Kenntnisse und Kompetenzen gerne einstellen würde. Im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern würde ich mir bei ihnen sogar einiges an Zeit einsparen, weil sie entsprechend vorgebildet sind, aber sie sind Anfang 30 und verheiratet – Wann wollen sie Kinder bekommen?

Aha, wissen sie noch nicht. Also ich will jemand für 3 Jahre, minimum. Geht das? Können sie mir das versprechen? Haben sie wenigstens entsprechende Impfungen, so dass sie bis zur Geburt durcharbeiten könnten?

Wollen sie überhaupt Kinder?

Wie viele?

Sie möchten darauf nicht antworten?

Gut, also ich sage ihnen, sie wären meine Traumkandidatin! Nichts spricht gegen sie, nur eben diese Kleinigkeit. Also wenn ein MANN kommt oder eine Frau jenseits der 40, dann werde ich ihnen absagen.

Chefarzt einer Reha Klinik bei einem Vorstellungsgespräch.

Leider fallen einem angemessene Antworten erst später ein…