Fatshaming vs dumbasshitshamig

imageFatshaming ist inn. Überall – sogar bei den sonst so erfrischend „informiert-aufgeklärten“ Leuten. Eigentlich könnte es mir egal sein, nicht weil ich nicht irgendwie davon betroffen wäre, aber weil ich es einfach sinnlos finde. Andere sehen das aber anders und ohne jetzt Statistiken stumpf zu zitieren, das Ausmaß der Essstörungen spricht für sich. Junge Mädchen, die niemals schlank genug, niemals schön genug sind, sein können . So wie meine Cousine, 23 Jahre, Studentin, 36 kg (nicht kleinwüchsig). Was sie auch tut, die Frau auf dem Plakat, dem FB Bild, Video ist einfach perfekter, schöner.

Ich möchte keine Werbung, die nur noch Dicke zeigt, nicht mal zur Hälfte. Aber wenn ich lese und höre, dass mit dem medialen Bild von Frauen doch alles ok wäre und die Dicken, die schon immer unattraktiv, faul und meckerig waren, hier übertreiben würden, kommt mir die Galle hoch.

Eine solche Ignoranz ist kaum zu fassen.

Persönliche Vorlieben spielen keine rolle, die kann jeder haben wie er oder sie mag. Aber das herausgehen und das marktschreierische Getue des fatshamings und der damit einhergehenden Verharmlosung von weiblicher Obektifizierung und den Folgen von Magersucht und Bulimie sind inakzeptabel.

Das lächerlichste Argument, und damit weniger alarmierend aber deshalb
nicht weniger falsch, ist die Mär von der Sorge um die Gesundheit der Dicken und, weniger nett aber damit verbunden, der Gedanke an die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen für all die Dicken, die alle mit 40 schon halbtot sind…(erinnert an die Antiraucher Bewegung, die Alkoholsaufend die Zigarettenraucher an den Pranger stellten). Lächerlich ist es, weil Kosten für die Behandlung von Essstörungen (stationäre Aufenthalte, betreute
Wohnformen, nur als Beispiel) und tiefsitzenden psychischen Beeinträchtigungen für die Fatshamer gar nicht existent sind. Genau so wenig wie die Tatsache, dass auch schlanke, einwandfrei gesunde Menschen nicht immer lange leben…(sorry, for destroying Ur fairytale…)

Aber nun zu mir:

Ich muss mich Outen.
Nein, nicht das ich selbst ne Dickmadam bin, das wisst ihr ja, ich muss mich als „dumbasshitshamer“ outen.

Ich hasse dumme Menschen. Die kosten den Staat (nicht nur die KK!) jährlich Milliarden, weil sie entweder nix können oder nur haten und damit Schaden anrichten. Wenn die einfach 3 Stunden pro Tag damit verbringen würde sich zu bilden, dann könnten sie alle klug sein und mit ihrem Wissen und dem was sie damit erreichen würden , ewig leben. Aber leider sind sie zu faul und glauben, ihre Dummheit wäre total in Ordnung! Wie albern! In Ordnung! Als würden die bestimmen was in Ordnung ist!

Aber ich bin nett, ich lass sie leben, ich weise sie nur hin und wieder daraufhin, dass ein gesunder IQ zwischen 90 und 120 liegt und sie sich doch mal etwas bemühen sollten. Aber ich meine das nur gut, ehrlich!

Fatshaming ist nicht inn. Nicht nett gemeint. Nicht akzeptabel. Nicht volkswirtschaftlich vertretbar. Es ist nicht besser als jedes andere „gruppenbezogene shaming“ auch.

Verstehste nicht?

Macht nix, du hast ja noch den Rest deines Lebens Zeit dazu, wie lange auch immer das sein mag.

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3 Kommentare

  1. Barbie · August 17, 2014

    Applaus!

  2. frauvondorf · August 13, 2014

    Gefällt mir sehr, vorallem der letzte Abschnitt.

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