Jordanien: Reiseroute

So, wie versprochen werde ich nun etwas von meiner Reise berichten. Da alles auf einmal den Rahmen eines Artikels absolut sprengen würde, beginne ich einfach mal mit einer kurzen Zusammenfassung.

Hier erstmal eine Karte von Jordanien (und Israel/Palästina) damit ihr euch ungefähr vorstellen könnt, wie die Route aussah:

detailed_administrative_and_political_map_of_jordanEntschuldigt bitte die eher „stümpherhafte“ Einzeichnung meiner Reiseroute, aber ich bin einfach nicht so gut mit diesen Programmen (und mir fehlt auch irgendwie die Geduld dazu) – aber ich hoffe man kann es dennoch ganz gut erkennen.

Gelandet bin ich Montag Nacht in Amman auf dem gerade neu eröffneten Queen Aliyah Flughafen. Auf dem ich geschockt feststellen musste, dass er zwar schön ist, aber man wohl das Einbauen von Laufbändern (wie in allen größeren Flughäfen vorhanden) für überflüssig hielt. Was für viele vielleicht nicht so das Problem ist, war für mich nach einer 12 stündigen Reise mit meinem Kreuzbandriss doch ziemlich…“bescheiden“. Es waren auch weit und breit kein Flughafenpersonal zu finden und so humpelte ich (wobei humpeln eigentlich noch zu gut klingt) die langen Wege durch den Flughafen bis hin zum Ausgang. Wenigstens wurde ich hier nicht, wie sonst am Ben Gurion Flughafen, auch noch stundenlang aufgehalten!

Die ersten 3 Tage verbrachte ich dann mit Amin und seiner Familie in Amman. Wirklich viel sah ich nicht, da der Arme gleich an meinem 2. Tag eine 24 Stunden Schicht im Krankenhaus hatte und ich so (nicht ganz unglücklich darüber!), meinen 2. Tag im Hause seiner Großmutter, im schönen Stadtteil Shmeisani, auf dem Balkon verbrachte. (Ausruhen war angesagt!)

Dann machten wir uns, gemeinsam mit seiner Tante Hana (die ich in diesem Monat unglauchlich ins Herz schließen sollte – wie und warum werde ich später einmal berichten) auf den Süden des Landes zu erkunden. Sie war einmal Reiseführerin gewesen und war eigentlich die perfekte Begleitung. Eigentlich – weil wir ja nun lieber allein gewesen wären. Aber es war klar, dass daraus nicht viel werden würde…

Mit dem Mietwagen ging es auf nach Ash-Shawbak. Ein relativ kleiner Ort, nicht wirklich viel Tourismus, aber mit einem alten Schloß auf einem der schönen Hügel und einem Hotel, das „Höhlenzimmer“ verspricht! (Fotos gibts später gesondert!)

Nach einer Nacht mit Tante Hana im Höhlenzimmer und Amin nur 10 Meter von mir entfernt, aber in einem anderen Raum, machten wir uns am nächsten Tag nach Petra auf. Für Nicht Jordanier kostet der Eintritt 50 Dinar (1 Dinar = ca. 1,10) – ich war empört und wollte handeln – keine Chance… Trotz allem ist Petra eine der beeindruckendsten Plätze die ich jemals gesehen habe (nur Persepolis in Iran kann das noch toppen!) (Fotos…später 😉 )

Wir verbrachten den ganzen Tag in Petra, für die Übernachtung wollten wir allerdings nach Wadi Rum.

Dort gab es eine nette Feier, mitten im Wüstencamp, tolles Buffet und doch ziemlich komfortable Zelte mit Betten drin. Am nächsten Morgen um 8 Uhr machten Amin und ich uns allein auf, eine Jeeptour durch das Wadi zu machen – ATEMBERAUBEND!

Mittags machten wir uns erschöpft und hungrig auf nach Aqaba – nach der Wüste kommt das Meer! Und ich bin verliebt in Aqaba! Während die meisten Jordanier die ich traf, nicht so viel von der Stadt hielten, fand ich es toll! Bunt, grün nicht zu groß und wesentlich bessere Luft als in Amman! Einfach herrlich!

Am frühen Abend machten wir uns dann auf, zurück nach Amman – ich habe selten so viele schwere Unfälle gesehen wie auf diesem Weg…doch recht beängstigend. Aber Amin ist ein guter und vor allem besonnener Autofahrer. Uns ist nichts passiert!

Die nächste Woche verbrachte ich mit Amin in Amman und wir taten Dinge, die Paare halt so tun. Ins Cafe gehen, Fußball spiele zusammen sehen oder einfach gemütlich gemeinsam auf dem Balkon sitzen und einfach nur genießen.

Dann machte ich mich auf für meinen Kurztrip nach Israel Palästina (Amin flog in der Zwischenzeit mit seinen Cousins nach Dubai um einmal in seinem Leben seine Lieblingsband (Metallica) live sehen zu können).

Ich nahm ein Taxi zur Allenby Bridge und wurde auf der jordanischen Seite wie eine Prinzessin behandelt und mit Kaffee, Gebäck und Zigaretten versorgt, bis es endlich rüber zu israelischen Seite ging. Dort war´s dann vorbei mit dem Prinzessinen Leben. Ich durfte mich, als einzige aus unseren „Schwung“ mit den Sicherheitskräften in die Kabine begeben und ausziehen. Was wäre auch eine Reise dorthin ohne mindestens einmal die Hüllen fallen zu lassen? Ich frage mich schon gar nicht mehr, warum gerade ich…so mit Krücke und lahmen Gang…und nicht einer der jungen Männer mit Kufiya (auch bekannt als Palästinenserschal)…

Ich verbrachte einen tollen Tag mit einem Freund in Jerusalem (sogar etwas action war dabei…dazu aber später mehr!) und fuhr anschließend mit dem Bus nach Haifa zu meiner Freundin. Dort verbachte ich 2 tolle Tage und traf viele ihrer Freunde. Haifa ist meine Lieblingsstadt in Israel – nirgendwo ist es so schön wie dort! Gemeinsam fuhren wir anschließend zurück nach Jerusalem, um weitere Freunde zu besuchen und von dort aus ging es für mich zurück zur Grenze.

Die Geschichte mit dem Grenzübergang:

Ich hatte ja nun ein Double entry Visa, von dem man aber nicht sicher sagen konnte, ob es überhaupt eins war (konnte keiner entziffern) und auch das Gültigkeitsdatum war äußerst fraglich. Ich blieb aber zuversichtlich und fuhr zurück zur Allenby/King Hussein Bridge und: hatte dort keine Probleme! Es wurde auch nichts gestempelt. Klartext: Es wird kein double entry Visa für diesen Grenzübergang benötigt! Wer einmal das Land hierüber verlässt kann, solange das Visa gültig ist, wieder darüber einreisen! Bedeutet: Die Jordanische Botschaft hat mir einach mal 20 Euro zuviel abgeluxt!!!

Bis zu meinem letzten Tag genossen wir die Zeit in Amman, ich wollte schließlich nicht nur reisen, sondern auch die Zeit mit Amin in Ruhe auskosten – einfach ein Paar sein können, was bei einer Entfernung von über 3124km nicht immer gerade einfach ist. Wir gingen gemeinsam ins Kino (Oblivion, würde ich jetzt nicht unbedingt weiterempfehlen…), gingen Essen, trafen Freunde usw.

An meinem letzten Tag dann, fuhren wir noch in die antike Stadt Jerash, nördlich von Amman. Sehr sehenswert!!!

So, das war nun eine kurze Zusammenfassung. Fotos und detaillierte Berichte gibts die nächsten Tage. Ach und als kurze Info: Meine OP wurde verschoben, weil mir DE eine kleine Bronchitis verpasst hat -DANKE! o.O

 

 

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Die arabische Leichtigkeit oder Abzocke leicht gemacht

Ich glaube selten war die Planung einer Reise so stressig für mich wie diese hier. Das mag zum Teil an meiner jetzigen, etwas unausgeglichenen, etwas eingeschränkten Situation liegen, aber ich könnte schwören, diesmal ist es auch einfach wie verhext! Und ich habe Jordanien innerlich schon gefühlte 100000mal mehr verflucht als alle anderen Länder in die ich bis jetzt gereist bin.

Ja, die Einreise nach Israel ist für mich immer eine Tortur, aber die Planung der Reise an sich ist kein Problem. Flug buchen, einen gültigen Pass besitzen (am Besten ohne irgendwelche Stempel arabischer Länder und auf gar keinen Fall einen aus dem Iran) und ab gehts. Visum gibts am Flughafen, für 0 Euro (solange man nicht die Stunden der Befragung und das langsame Abdriften in den Wahnsinn in Geld aufwiegt) – that´s it.

Iran war ähnlich unkompliziert für mich. Flug gebucht, 2. Pass beantragt, weil in meinem ersten schon ein Stempel aus Israel zu finden war, Termin mit der Botschaft gemacht und Visum erhalten, für den genauen Zeitraum meiner Reise (3.5 Wochen). Das Visum kostete mich etwa 26 Euro (soweit ich mich erinnern kann).

Jordanien sieht das alles etwas anders. Da kostet das Visum am Flughafen Geld. Und mein Plan nach Tel Aviv zu fliegen und dann über die Allenby bridge/King Hussein Bridge nach Jordanien einzureisen ist unmöglich, weil Jordanien an dieser Grenze keine Visa ausstellt! Die beiden anderen Grenzübergänge liegen ganz im Süden oder ganz im Norden, für mich (temporär mobil eingeschränkte) ist das nur schwer zu bewerkstelligen. Also muss der Flug nach Amman gehen.

Okay, der Flug kostet fast 200 Euro mehr und statt 4.5 Stunden werde ich, mit Zwischenhalt in Istanbul, 12 Stunden unterwegs sein (sag mal Janavar,  wenn du das hier liest: „Wie ist der Flughafen denn so?“ ). Okay, das werde ich überleben. Aber nun das eigentliche Problem. Ich muss das Visum hier beantragen, da ich ein sogenanntes „double entry visa“ brauche. Brauchen, weil ich für einige Tage nach Jerusalem rüberhuschen will, Freunde besuchen, die seit Monaten auf mich warten. Okay denke ich mir, kann ja nicht so schlimm sein.

Naja, schlimm nicht, aber gleich mal 20 Euro teurer. Auch das ist zu verschmerzen, nun soll ich aber meinen Pass zur Botschaft schicken (!) per Einschreiben und einem Umschlag (Einschreiben), damit sie es mir zurückschicken. Okay….mache ich. Ich bin schon etwas genervt, weil ich nicht verstehe, warum ich nicht zum nächstgelegenen Konsulat kann und warum das Schicken nicht wenigstens schon im Preis inbegriffen ist. Aber gut… man meckert ja nicht allzu sehr.

Ich tue also alles was man von mir verlangt und lege noch eine Zettel mit meinen Flugdaten bei, damit sie wissen für welchen Zeitraum ich das Visum brauche (genau 28 Tage, das ist die normale Dauer, sonst muss man es verlängern lassen und sich am Besten bei der Polizei melden und nen HIV Test machen lassen !!!!). Und dann bange und hoffe ich, dass sie es schnell bearbeiten, ich meinen Pass noch rechtzeitig zurück bekomme, und nicht am Ende mit meinem 2. Pass einreisen  muss, was bedeutet hätte, dass ich mir den Kurztrip nach Jerusalem von der Backe putzen könnte (iranischer Stempel und so…).

Und wow! Sie brauchen nicht mal 2 Wochen! Ich bin begeistert. Der Pass ist da, Visum drin, alles gut!

Dachte ich jedenfalls. Bis ich das „expire date“ meines Visums sehe: 01.05.2013. WTF? Mein Rückflug ist in der Nacht vom 6. auf den 7. !!! Das steht auch so in meinem Anschreiben, das steht auch bei meinen Flugdaten! Ich habe ein Visum für genau diesen Zeitraum beantragt! Verwirrt sehe ich, dass mein Visum schon seit dem 01.04. gilt. Wieso bitte?

Amin ist nicht zu erreichen, er hatte eine 24 Std. Schicht im Krankenhaus und schläft. Also rufe ich die jordanische Botschaft direkt an.

Ninjaan: Vielen Dank für die schnelle Beartbeitung, aber ich glaube ich habe da ein kleines Problem!

Fr. von der Botschaft: Gern geschehen! Was für ein Problem?

Ninjaan: Mein Visum gilt nur bis zum 01.05., mein Rückflug ist aber fast eine Woche später!

Fr. von der Botschaft: Aha…achso?

Ninjaan: Achso? Bin ich dann illegal im Land oder wie?

Fr. von der Botschaft: Ach neee, nein quatsch. Das macht nichts!

Ninjaan: Wie das macht nichts? Und warum haben sie mir das Visum schon zum 01.04 eingetragen, wenn ich erst 8 Tage später da bin?

Fr. von der Botschaft: Ja, weil wir es da ausgestellt haben.

Ninjaan: Aha, und wenn ich das Visum vor nem Monat für den selben Zeitraum beantragt hätte, wäre das jetzt vor meiner Reise abgelaufen oder wie?

Fr. von der Botschaft: Hm…also machen sie sich keine Sorgen. Das is egal, wirklich.

Ninjaan: Egal…okay, ich sage denen dann, die sollen sie anrufen, sie hätten gesagt es ist egal. Ich bezahle nicht für noch ein Visum!

Fr. von der Botschaft: Ne, ne müssen sie nicht. Alles gut.

Ist egal? WTF? Das is doch nicht egal? Was ist das für eine Logik bitte? Ab Ausstellungsdatum? Das ergibt keinen Sinn! Was, wenn ich nun mein „double entry visa“ beantrag hätte, weil ich genau am 01.05. nach Jerusalem wollte? Ich wäre also am 4.05. nicht mehr reingekommen, weil mein Visum abgelaufen ist? Wofür habe ich es dann bezahlt?

Amin, den ich inzwischen mit whatsapp Nachrichten bombadiert hatte, ruft mich endlich an. Er winkt ab, sagt mir auch das es nicht so schlimm ist. Aber er fügt hinzu „Naja, dann muss man die halt etwas….“schmieren“. SCHMIEREN? Ich schmiere höchstens der Frau von der Botschaft eine! Die kriegen keinen Cent mehr von mir! Ich glaube es hackt!

Hach, so könnte ich mich den ganzen Tag aufregen und am Meisten hat wohl Amin drunter gelitten. Aber geduldig wie er ist, versichert er mir nur immer und immer wieder „Okay Ninjaani, du bezahlst gar nix mehr. Du beschwerst dich! Ja, genau! Alle böse! Wir geben denen keinen Cent.“ – Ich weiss, er sagt das nur um mich zu beruhigen und weil er meine Aussetzer noch immer für niedlich hält…aber ich sehe es jetzt schon kommen:

Ninja mood in Amman

Ich hoffe, dass ist nur die „arabische Leichtigkeit“ und keine Abzocke, denn wenn, dann sehe ich schwarz – FÜR DIE ANDEREN!

 

 

 

Khader – oder das kleine Wunder Jerusalems

Es war ein lauer Sommerabend, irgendwann im August, in Jerusalem, der Stadt der Extreme. Trotz Shabbat  war die Jaffa Street überfüllt, junge Menschen, Israelis, Palästinenser und eine Menge Touristen begannen ihre Streifzüge durch die Cafe´s und Kneipen.

Ich war mit Freunden unterwegs, wie immer landeten wir in unserer „Stammkneipe“, einem kleinen, eher alternativen Laden, in einer Seitengasse der Jaffa Street. Wie immer bleibt man nicht lange allein. Die Menschen sind offen und suchen Kontakt zu anderen, bald waren wir umgeben von einer Clique, junger, christlicher Palästinenser. Zwei von ihnen redeten ununterbrochen, waren in Flirtlaune. Nur einer von ihnen saß schweigend, etwas verschüchtert, neben uns. Er war vielleicht Anfang, höchstens Mitte 20. Hin und wieder lächelte ich ihm zu, er lächelte nur verschüchtert zurück, er erinnerte mich an meine Jugendlichen.

Als es meinen Freundinnen zuviel wurde, es sowieso schon viel zu spät war, machten wir uns, ohne die Gruppe auf den Weg zurück in die Altstadt, unser temporäres Zuhause. Am Jaffa Gate, am Eingang zur Altstadt legten meine Freundin und ich eine kurze Pause ein, ich war leicht „Geh-beeinträchtigt“ (verstauchter Fuß) und längere Strecken waren für mich nur mit kleinen Pausen zu bewältigen.

Wir saßen dort, tranken etwas von dem leckeren Minzwasser, das es an jeder Straßenecke zu kaufen gab und planten unseren nächsten Tag. Als plötzlich zwei der Palästinenser auftauchten, die wir zuvor in der Kneipe getroffen hatten. Einer redete irgendetwas wirres auf arabisch, der Andere, der Schüchterne, ging zitternd hinter ihm her und hielt sich eine Hand vor das Gesicht. Als sie uns erblickten stürmte der eine auf uns los. Redete, in wirklich schlechtem Englisch, auf meine Freundin ein. Alles was wir verstanden waren die Worte „Jewish guys – LOOK – hitting him – we lost George – FUCK – because of u!“

Ich stand auf und ging zu dem jüngeren, immer noch zitternden, von Beiden, reichte ihm mein Wasser und deutete ihm, sich doch zu setzen. Dankend setzte er sich neben mich und trank einen Schluck. Leise begann er zu erzählen, anders als sein Freund fluchte er nicht. Sie hätten die Bar verlassen, ebenso wie wir, ihr Freund George, der uns noch etwas auf Englisch hinterher gerufen hatte (nix böses) sei dann plötzlich, kaum waren wir um die Ecke verschwunden, von einer Gruppe betrunkener, jüdischer Jugendlicher angemacht worden. Es kam zu einem Streit, Beleidigungen. Die palästinensischen Jungs trugen Kreuze um den Hals, es folgten Beleidigungen der Religion.

“ They cursed Mother Mary…how could they? They can hate me, because I am palestinian, because I am arab, they can offend me, but not Mother Mary…not Jesus…its too much…I cant stand it…“

Mit seinen großen braunen, mit Tränen gefüllten Augen, sah er mich an, versuchte zu erklären, warum er auf sie losgegangen war. Es war zu einer Schlägerei gekommen, etwa 11 junge Israelis gegen die 3 Jungs. Sie hatten den dritten beim Weglaufen (jemand rief die Polizei) verloren…sie wissen nicht wo er ist.

Während der andere weiter aufgebracht und wütend auf meine Freundin einredete, sprach ich mit dem ruhigen, dessen Gesicht leicht angeschwollen war – sein Name war Khader. Ich sprach mit ihm, wie mit meinen Jugendlichen, legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter – ich hätte ihn am liebsten in den Arm genommen…

Sie begleiteten uns nach Hause, ins jüdische Viertel, vor unserer Tür sah Khader mich an und dankte mir, für´s Zuhören, für´s Verstehen, das Beruhigen und das Wasser, leise und beschämt und er bat mich, sich revanchieren zu dürfen, mit einem Drink morgen – weil ich mich so lieb um ihn gekümmert habe. Wer kann da schon nein sagen?

Bevor ich mich am nächsten Abend mit Khader treffen sollte, lasen meine Freundin und ich  die Haaretz – sie berichtete über den Zusammenstoß in der Jaffa Street – der Dritte von ihnen musste ins Krankenhaus gebracht werden – es war eskaliert.

Bedrückt saßen wir vor dem Rechner, bedrückt von dem was Jerusalem eben auch ist…Gewalt, alltägliche, nicht nur wegen Alkohol, wie überall, sondern weil der Hass die Menschen trennt, weil er so tief sitzt. Die quälende Frage, ob das alles passiert wäre, wenn wir wir noch etwas länger geblieben wären – nur ein bisschen…vielleicht hätte man als Tourist eingreifen können? ( http://www.haaretz.co.il/news/law/1.1803801 )

Am Abend trafen wir uns, mit einigen Freunden, Kahder ging es besser, er lächelte, sein Gesicht war immer noch leicht geschwollen. Er war höflich und zuvorkommend und wir redeten, sprachen die ganze Zeit. Über das, was geschehen war, über das Leben in Jerusalem, den Hass der Menschen, die Angst der einzelnen Gruppen. Manchmal hatte ich Tränen in den Augen, manchmal das pure Entsetzen, Khader sprach sich von der Seele, was er wohl eher selten tat. Er erzählte mir auch von seiner Liebe zu einem muslimischen Mädchen, die aber nicht sein durfte, weil weder ihre Eltern noch seine dies jemals erlauben würden – in Tel Aviv geht das vielleicht…aber nicht in Jerusalem, nicht hier, in der „heiligen“ Stadt.

Khader erzählte und ich hörte zu, ich sagte nichts über meine Religion, er glaubte ich sei Christ, das gab ihm Sicherheit und die wollte ich ihm nicht nehmen, nicht jetzt – für mich macht es keinen Unterschied – aber ich bin auch nicht in Jerusalem aufgewachsen.

Wir saßen dort in einer Kneipe und sprachen und vergaßen beinahe die Welt um uns herum, wäre nicht ein junger Mann gekommen und hätte uns gestört. Er sprach Khader auf arabisch an, machte einen Witz, ob wir flirten würden und stellte sich als „MO“ vor. Kahder erwiderte kurz angebunden etwas und Mo verlor, wohl dadurch, das Interesse an uns.

Einen Tisch neben uns saß schon die ganze Zeit ein Pärchen, ein junger Israeli mit seiner asiatischen Freundin – sie wurden Mo´s nächstes Ziel.
Anders als bei Khader und mir aber, ließ er bei den beiden nicht locker, er sprach nun Hebräisch und begann nach wenigen Sekunden die beiden zu beleidigen und auf den jungen, ziemlich schmalen und kleinen Israeli, loszugehen.

Khader sprang auf und ging dazwischen, er switchte zwischen hebräisch und arabisch hin und her, hielt Mo fest, entschuldigte sich immer wieder bei der jungen Asiatin und dem Israeli. 20 Minuten war er damit beschäftigt die Situation zu entschärfen, dem Israeli, der körperlich keine Chance gegen Mo gehabt hätte, zu helfen, sogar Mo zu helfen indem er die Türsteher bat, nicht die Polizei zu rufen.

Mo ging, es kam keine Polizei, der Israeli ging zu Khader und umarmte ihn mit den Worten:

„Man, u saved me! This Muslim was about to hit me! Thank u!“

Khader, der gestern von 11 Israelis verprügelt wurde, dessen Freund deswegen im Krankenhaus liegt, hatte heute Abend einem Israeli geholfen und einem muslimischen Araber, der ohne Zweifel zwar den Kampf gegen den Israeli gewonnen – aber sicher keinen Spass mit der israelischen Polizei gehabt hätte.

Als er zurück zu mir an den Tisch kam, sah ich ihn lange an, nahm dann seine Hand und sagte:

„If only Khader, if only more people would be like u, brave as u, forgiving as u are – there would be peace in Jerusalem.“

Wenn es doch nur mehr Menschen wie ihn geben würde, wie schön und friedlich könnte diese Welt sein. Für mich ist Khader, eindeutig, ein kleines Wunder, ein wundervoller Mensch, so jung und doch so viel weiser in seinen Gedanken und Taten, als die meisten anderen Menschen!

 

Petition: Frieden für Israel und Gaza!

Die Meisten werden es schon auf den Nachrichten erfahren haben, der Konflikt zwischen Israel und der Hamas hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Ich möchte hier jetzt keine Einschätzung eingeben warum, wieso und weshalb, sondern einfach auf eine Online Petition aufmerksam machen, deren Formulierung ich toll finde, weil sie, entgegen der meisten Nachrichten (TV, Radio und Social Networks) nicht einseitig ist.

Hier ist der Petitionstext:

To: Israeli government, Hamas and Palestinian leaders, USA government, European leaders

„We, Israeli civilians living along the border with Gaza, civilians in Gaza and citizens from all around the world call to end the violence!
Every few weeks violence across the Gaza/Israel border surges. Israel air raids in Gaza, kill and injure innocent civilians, and rockets fired from Gaza into civilian populations in Israel, cause trauma, chaos and physical harm.

We have lived through this long enough, and will no longer sit by quietly.

We are people on both sides of the border who deserve the right to live normal lives. That’s it!

We call upon the Israeli and Hamas governments to end this violence once and for all. Find the ways to sit down and talk, end the attacks and the siege on Gaza, and stop playing with our lives.

Vielleicht mag ja der ein oder andere die Aktion mit einer Unterschrift unterstützen? Nein, Petitionen beenden keine Kriege und sind selten die Lösung des Problems, aber manchmal geht es einfach darum, im richtigen Moment, das richtige Zeichen zu setzen, die richtigen Ideen zu unterstützen.

Hier gehts zum Link:

http://www.causes.com/actions/1695943?q=Gaza&rank=0&type=Activity&utm_campaign=search

 

 

Tel Aviv Flughafen (Ankunft) – Welcome to Israel!

Jedesmal, wenn ich den langen Weg von meinem Gate zur Passkontrolle gehe (oder fahre…ich bin meist faul und nutze das „Laufband“) schlägt mein Herz unnormal schnell, dieses Jahr war es allerdings besonders schlimm. Nicht nur, dass ich zwei Pässe habe und erst vor 2 Jahren den Iran bereist habe, nein, dank der EU habe ich auch in beiden Pässen einen netten Fingerabdruck – mein Finger ist derselbe, sollten sie den hier am Ben Gurion airport checken, habe ich ein ernsthaftes Problem! Als würde das nicht reichen, war meine Tante im Jahr 2010 auf der Gaza Flotte, auf dem türkischen Schiff und hat nun lebenslanges Einreiseverbot und musste ein Jahr lang eine widerliche Hetzkampange gegen ihre Person über sich ergehen lassen (linke Antisemitin war da noch relativ harmlos) – sollten sie also eine Verbindung zwischen uns herstellen können – hätte ich ebenfalls ein großes Problem!

Bei der Passkontrolle angekommen, es ist mitten in der Nacht, entscheide ich mich noch einmal auf Toilette zu gehen, Zeit schinden, Antworten noch einmal durchgehen, alles ist vorbereitet, mein FB account ist jungfräulicher als Maria.

Ich stelle mich in die Schlange hinter eine christliche Reisegruppe – vielleicht könnte man denken ich gehöre dazu? Ich habe mich ebenfalls extra an einen Schalter gestellt, in dem ein Mann sitzt, meiner Erfahrung nach, sind die etwas umgänglicher…harmloser…

Der junge Mann, falls man ihn schon Mann nennen kann, beäugt meinen Pass und stellt mir die altbekannte Frage: „What is the purpose of ur visit?“ – Brav, mit unschuldigem Lächeln antworte ich ihm: „Holydays.“ – Er sieht wieder in meinen Pass: „Is it ur first time in Israel?“ – „No.“ – „Why did u choose Israel?“ – „Because I love it?“ Er nickt, steckt eine kleine Karte in meinen Pass und überreicht ihn mir. Wow! Normalerweise wird immer gleich jemand gerufen – habe ich diesmal Glück? Ich öffne meinen Pass und sehe mir das Kärtchen an. Es könnte eine 0 sein oder aber ein O. Eine Null? Bei meiner letzten Ausreise gabs noch Sticker auf jedes Gepäckstück, Sicherheitsstufen 1-6 – ich war eine 6…. Vielleicht ist die Null etwas Gutes?

Die nächste Kontrolle erfolgt gleich hinter den kleinen Schaltern und ich entdecke die Reisegruppe wieder, eine Frau kontrolliert die Pässe (Super!), neugierig sehe ich in die zum Teil geöffneten Pässe, um zu schauen ob alle anderen auch eine 0 (oder ein O) auf ihrem Kärtchen haben. Geschockt stelle ich fest – niemand hat es!

Als ich an der Reihe bin öffnet die Beamtin meinen Pass, sieht die Karte und sagt mit strengem Unterton „Stay here! Dont move“ Na Bravo! Warum eigentlich immer ich? Genervt seufzte ich auf, zwei Flughafen Beamte kommen auf mich zu und bitten mich ihnen zu folgen. Müde, ängstlich und mich immer wieder fragend, ob der Typ im Schalter jetzt meinen Fingerabdruck gecheckt hat oder nicht, folge ich den Beiden.

Am Ende sind es nur 1 1/2 Stunden geworden, das ist super – beim ersten Mal war es gleich 5 Stunden. Niemand hat meinen Fingerabdruck gecheckt und ich hatte wirklich Glück, dass mein Beamter ziemlich gute Laune hatte. Neben den regulären Fragen, wieso und warum ich hier bin, ob ich jemanden kenne, jemanden besuche (verneine ich natürlich alles!), macht er sich noch etwas lustig darüber, wie ich als Sozialarbeiterin mir einen Urlaub in Israel leisten könne. Als er mich nach meinem FB account frage bin ich recht keck und sage: „OK, lets check it, no problem!“ Er sieht mich kurz verduzt an und sagt dann grinsend: “ Are u prepared?“ – „Yap…I am…go and check it.“ Vielleicht sogar etwas beeindruckt von meiner frechen, ehrlichen Art schüttelt er sich vor Lachen, überreicht mir meinen Pass und sagt dann:“ Welcome to Israel!“  

Wundervoll!

Später erfahre ich, dass sie wohl noch keinen Fingerabdruck am Flughafen checken…ich hoffe, das bleibt noch lange so…so ausgereift war meine Geschichte, warum ich im Iran war nämlich noch nicht…

Wieder zurück

Eigentlich bin ich das bereits seit einer Woche, aber ich konnte mich nicht aufraffen hier etwas zu schreiben, obwohl ich schon eine Menge Ideen hatte, wie ich was beschreiben möchte.

Sonntag Morgen um 5 Uhr bin ich in Köln gelandet, mein Vater wartete schon auf mich, erschöpft lief ich in seine Arme und begann laut zu schluchzen. Er drückte mich fester und erkundigte sich, ob es denn am Flughafen in Tel Aviv wieder so schlimm war (Ich werde noch darüber berichten) – Nein war es nicht. Ich war nur unendlich traurig, schon den ganzen Flug über. Jeder kennt das, nach dem Urlaub verfällt man oft in ein kleines Loch, man will zurück, nicht wieder in den drögen Alltag zurück. Bei mir ist das noch ausgeprägter, jedenfalls wenn ich aus Jerusalem zurück komme – alle Länder die ich bereist habe sind schön, interessant, atemberaubend, aber Jerusalem liebe ich, liebe ich wie verrückt, wie einen Geliebten.

Jetzt bin ich zurück, habe sofort begonnen zu arbeiten, obwohl mein Körper gestreikt hat, während ich dort nichts hatte, bekam ich hier alles, sogar eine Magenverstimmung (so schlecht kann das Leitungswasser dort dann nicht sein 😉 ) Und noch immer habe ich mich nicht wieder an den Trott gewöhnt. Erschreckend stelle ich fest das, während ich in 3 Wochen so unfassbar viel erlebt habe, hier die Zeit beinahe stehengeblieben ist, sogar die Nachrichtensprecher leiern die selben Nachrichten wie vor meiner Abreise herunter – ich fühle mich ein wenig wie in dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Leider habe ich keine Zeit mich in meiner Sehnsucht und meinem „Jerusalem-Weh“ zu suhlen, da in 5 Wochen mein Arbeitsvertrag endet und ich noch keinen neuen Job gefunden habe. Dafür habe ich, wenn ich hier bleiben sollte, ein wunderbares Forschungsthema für meine kommende Masterarbeit – natürlich geht es um Israel 🙂

Ich werde nun anfangen meine Erfahrungen, Begegnungen und Erlebnisse aufzuschreiben. Mal werde ich einfach die Geschichte einer Frau oder eines Mannes erzählen, mal bestimmte Ereignisse, manchmal vielleicht auch einfach eine Beschreibung – immer wieder gespickt mit Fotos – ich hoffe es wird euch gefallen!

Von der Hitze betrunken…

wandele ich nun seit 2 1\2 Tagen durch Israel, das gelobte Land. Bis heute Mittag befand ich mich noch in Tel Aviv, nun sitze ich in einem kleinen gemuetlichen Hostel in Haifa. Meine Entscheidung nur 1 1\2 Naechte in Tel Aviv zu verbringen und nicht gleich 3 oder 4 bereue ich nicht. Im Gegenteil, ich war froh der unmenschlichen Hitze, dem wilden Getuemmel und den unzaehligen Hippies auf dem „Rooftop“ meines Hostels endlich zu entkommen. Nicht, dass ich speziell etwas gegen Hippies haette, nicht mal dann, wenn es wie in diesem Falle „Pseudo Hippies“ waren (Investment Baenker, angehende Juristen etc.), ich merke aber doch, dass ich nicht mehr so sehr der Hostel -Typ bin. Ob das am Alter liegt? Nun ja, mit 25+ fuehle ich mich nun eigentlich nicht zuu alt und bin auch sicherlich nicht die Aelteste hier, aber es hat seinen Reiz verloren und, wahrscheinlich ist auch dies ein schwerwiegender Punkt, ich bin das erste Mal in Hostels auf der israelischen Seite, dazu muss man einfach sagen, dass viele hier aus ganz anderen Gruenden gekommen sind, als die Leute die in der Westbank oder Ostjerusalem leben. Das macht insofern einen Unterschied, als dass man hier ganz andere Gespraechsthemen hat – als ich gestern Abend in Tel Aviv nach meiner Reiseroute befragt wurde und die Westbank erwaehnte herrschte betretenes Schweigen – ganz so weltoffen sind die Hippies naemlich dann doch nicht.

Nun bin ich also in Haifa, hier ist alles ein wenig entspannter, lockerer, durchmischter. Die Stadt ist wunderschoen, das Klima doch etwas angenehmer und das Essen hervorragend. Was ich noch schoen finde ist die gute Durchmischung israelischer und arabischer Bewohner Haifas, alles scheint wunderbar nebeneinander zu harmonieren, ergaenzt sich. Man hoert an jeder Strassenecke ein munteres Gemurmel in hebraeisch oder arabisch, der Gebetsruf schwingt andaechtig von den Minaretten und orthodxe Juden sind auf dem Weg zur Synagoge, scheinen sich im Rythmus des Muezzin fortzubewegen – wunderschoene Momente, die man kaum mit einer Kamera einfangen koennte.

Zum Trost aber noch ein Bild von dem vorzueglichen arabisch\israelischem Essen, dass ich heute zu mir genommen habe:

Hummus mit Hackfleisch, Tabouleh, frischem Brot und eingeletem Gemuese mhhmmmm

 

There´s a bird…

Nur noch wenige Tage, dann ist es soweit. Ich bin raus, weg von hier, nach einer gefühlten Ewigkeit.

Zurück in das Land, in das ich ebenso verliebt bin wie in Yaya, wenn nicht sogar noch mehr! Mein Herz fühlt sich gut, glücklich, erleichtert – einfach nur frei!

Israel/Palestine here I come!

 

 

 

 

 

Artist: Lars Pank

Breaking the silence: Dis – cover the territorries

Heute morgen einmal etwas ganz anderes.

Breaking the silence (hebr. Shovrim Shtika), eine NGO aus Israel, bestehend aus Ex-Soldaten/Soldatinnen der besetzten Gebiete, die es sich  zur Aufgabe gemacht haben über ihre Erlebnisse zu berichten.

Seit 2004 berichten sie mithilfe von Videos, Fotos und Zeugenaussagen über die Erlebnisse während ihrer Zeit in der Armee. Vor kurzem haben sie eine neue Aktion gestartet „Dis-cover the territorries“. In sogenannten Testimonies erzählen israelische Soldaten, was sie bewegt.

Breaking the silence – das Schweigen beenden.

Mein Hochachtung an diese mutigen Männer und Frauen, die schonungslos über das berichten, von dem kaum jemand etwas hören möchte, die dabei auch mit sich selbst hart ins Gericht gehen. Meiner Meinung nach verdient diese NGO und alle ihre Mitglieder unsere vollste Unterstützung.

Frieden für Israel und Palästina!

Weitere Informationen unter:

http://www.discovertheterritories.com/#!testimony1/mainPage

und

https://www.facebook.com/BreakingTheSilenceIsrael

I love u Israel – I love u Palestine: 110 days to go!!!!!!!!

Ich habs getan! (Ja wieder mal hab ich etwas getan, was mich in Euphorie aufgehen lässt – aber wenigstens etwas, das ich später nicht wirklich bereuen werde!) Ich habe mir einen Flug nach Tel Aviv gebucht! Etwas mehr als 3 Jahre ist es jetzt her, dass ich dort war, in Israel/Palästina. Der atemberaubendste Fleck dieser Erde, der Ort in den man sich sofort verliebt, verlieben muss, weil es nicht anders geht.

Es war Liebe auf den ersten Blick! Der 18.12.2004, als ich mitten in der Nacht, völlig fertig von dem Verhör am Flughafen, endlich das Gebäude verließ und nach einem Sherut (eine Art Taxi) ausschau hielt! Eigentlich war es Liebe auf den ersten Atemzug, denn es war dunkel und ausser des Flughafengebäudes und einigen vereinzelten Reisenden gab es nicht viel zusehen. Aber ich habe mich verliebt! Die ganze Fahrt über nach Jerusalem habe ich aus dem halb-offenenFenster gesehen und einfach eingeatmet -so riecht Liebe, so riecht Heimat – auch wenn man noch niemals vorher dort war!

2009 verliebte ich mich auf´s Neue und fragte mich wie ich die letzten 4 Jahre ohne diese Liebe ertragen hatte? Jetzt haben wir 2012 und ich fliege wieder, für ganze 3 Wochen! Ich liebe Israel und ich liebe Palästina und ich vermisse es so sehr wie man sonst nur einen geliebten Menschen vermisst, so sehr wie man sonst nur die eigene Heimat vermisst!

110 Tage und ich werde wieder mit meiner Liebe vereint sein, für

ganze 3 Wochen!

I love u Israel – I love u Palestine!

Sonnenuntergang nähe Jaffa Gate (2009)