Ich habe überlebt !!!

Also die Nasen OP. Weil ich mich ja irgendwie seitdem hier nicht mehr habe blicken lassen, für alle die befürchteten ich wäre einem HNO Killer zum Opfer gefallen: ICH LEBEEEE!!!

Und langsam auch wieder ganz gut. Die OP war halb so schlimm, kaum Schmerzen gehabt, nur die Kanülen in der Nase waren ätzend. Jetzt ist alles verheilt und wäre nicht Heuschnupfenzeit könnte ich die neue Nase wohl auch vollständig genießen!

Was so passiert ist? Der Durchbruch noch nicht, aber doch so einiges:

– Amin hat seine Sprachprüfungen alle bestanden und nach einem Monat Wartezeit auf das Zertifikat kann der Bewerbungsmarathon jetzt endlich so richtig, richtig losgehen. Bitte alle Daumen drücken!

– In den Norden gefahren und Ich<3dich getroffen! ❤

– Entschluss gefasst den Job nicht weiter zumachen und das Angebot auf eine unbefristete Anstellung ausgeschlagen (mehr dazu später!)

– 3 Hochzeiten in Jordanien verpasst und gemeinsam mit Amin gelitten und ganz viel Eis gegessen!

– 2 Ziegensittiche gekauft: Hakim und Esmeralda. Bezaubernd, also jedenfalls Hakim, Esmeralda ist eher ein Drache… 😉

– Zigmal mit den dt. Behörden gekämpft (Amin muss den Führerschein abgeben, weil ausländisch und nicht mehr gültig, Amin muss Steuerzahlung aus Jordanien vorlegen, am besten in Deutsch (rolleyes) …)

Am meisten aber: Den Frühling begrüßt, mit den ersten Sonnenstrahlen aufgeatmet und die ersten Stunden am Fluß verbracht! Herrlich!!

Das ist Hakim beim Naschen 😉

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S – M – S : Save my soul!

Jemand, bitte, jetzt und wenn nicht jetzt, dann aber schnell, so bald wie möglich, am Besten allerdings sofort!

Der Kontakt mit Roro läuft ganz gut, er hat mich endlich gefragt, ob wir uns sehen können. Ich freue mich darüber, wirklich. Doch heute Morgen sehe ich ein Bild von Yaya…und alles kommt zurück und ich merke, dass ich noch weit davon entfernt bin, über ihn hinweg zu sein, meilenweit.

Bin ich überhaupt bereit jemanden anderen kennen zulernen? Jemand anderes in mein Leben zu lassen? Aber andererseits – wie sonst sollte ich es langsam mal überstehen? Wie sonst? Wenn nicht durch jemand anderes, der mir beweist, dass es mehr gibt als das, das auch jemand anderes wundervoll sein kann und faszinierend und wertvoll für mich?

S-O-S —-someone please save my soul…

Einen Moment noch…

Gelähmt – dieses Wort beschreibt meinen derzeitigen Zustand wohl am ehesten. Ich fühle mich wie gelähmt oder vielleicht doch eher wie in Trance? Irgendwie habe ich diesen Arbeitstag überstanden, einen gebuchten Kindergeburtstag organisiert, von Anfang bis Ende, ich habe gelächelt, Witze gemacht, Kinder zum Lachen gebracht und Müttern ein zustimmendes Lächeln geschenkt, wenn sie mir von ihren Sorgen erzählten. Ich habe mit einem Kollegen gescherzt, Tränen getrocknet, einen Muffin hinunter gewürgt, der mir als kleines Dankeschön gereicht wurde. Ich habe mit der Wochenabrechnung begonnen, eine Projektbeschreibung vervollständigt, Emails verschickt und unsere FB Seite überarbeitet.

In diesen Stunden habe ich so einiges getan, aber nichts davon bewusst. Ich habe gelächelt, geschwiegen, gesprochen, getröstet, gerechnet und geschrieben und nichts von dem was ich tat hat mich in irgendeiner Weise berührt, alles lief automatisch. Ich funktioniere noch.Eigentlich ist das gut, schlimm wird es erst, wenn auch das nicht mehr geht – wobei ich wenige Augenblicke in meinem Leben hatte, in denen wirklich nichts mehr ging. Alles geht noch – nur fühlt es sich nicht danach an. Dabei muss ich an den Titel des Songs denken, der gerade im Hintergrund läuft “ A river flows in you“  (Yiruma),  in mir ist es eher ein Rinnsal, aber auch der bewegt sich irgendwie.

Es geht immer weiter, irgendwie, alles endet mal, irgendwann. Das alles tröstet mich jetzt nicht, weil ich mich leer fühle, ausgelaugt. Alles ist nicht so, wie ich es mir gewünscht, erhofft hatte, nichts von dem, für das ich mir überhaupt etwas erhofft hatte. Ich fühle mich wie in einer Sackgasse, ich will raus, aber ich weiss nicht wie. Fortgehen, würde helfen, wenn ich nur endlich einmal eine Nachricht, eine Antwort bekommen würde, ob oder ob nicht?! Ich muss raus, um zu ändern, was sich hier nicht ändern lässt. Neu anfangen, weil das Weiterführen von dem was ist, mir so sinnfrei erscheint.

Und ich muss weg von ihm, schnell, bald, wenn dieses Gefühl mir nichts als Lähmung bringt, nichts als Trauer, die so tief sitzt, dass sie nicht heraus kommen mag, was würde es mir noch bringen?

„Why do you love, if you get nowhere by doing so?“ – Vor etwas einem Jahr hatte er mich das gefragt. Ich sagte damals, das man um der Liebe willen liebt, nicht weil man etwas erwartet. Ist das wahr? Vielleicht nicht, vielleicht hatte er recht, Liebe ohne Ziel, ohne Zukunft, ohne Versprechen, die nicht gebrochen werden wollen, – wozu sollte sie gut sein?

Ich will so viel mehr, für mich, mein Leben, von ihm. Ich will gehen, um meiner selbst willen, neue Wege beschreiten, um mein Leben zu bereichern und ihn loslassen, weil er mir nicht geben kann, was ich so sehr zu brauchen glaube.

Ich schaue schon seit Minuten auf ein Bild, dass er mir vor langer Zeit geschickt hast:

 

So fühle ich mich gerade, ich würde mich am liebsten verstecken, den Kopf einziehen, aber alle erwarten von mir etwas. Stärke, Mut, einen guten Job, die richtige Entscheidung – was auch immer es ist, es fällt mir schwer. Aber ich werde es anpacken, morgen oder übermorgen, vielleicht brauche ich noch eine Woche, aber dann! Dann ziehe ich mich wie immer an den eigenen Haaren aus meinem selbst angelegtem Sumpf und mache weiter, starte neu – einen Moment noch, einen kleinen Augenblick brauche ich noch – vielleicht möchte ich jetzt auch gerne noch etwas leiden – warum auch nicht?